Winterchaos im Norden: Bahn und Busse betroffen
Wintereinbruch im Norden: ICE-Ausfälle, Verspätungen und eingestellter Busverkehr
Ein anhaltender Wintereinbruch bringt den Verkehr im Norden Deutschlands auch am Sonntag erheblich durcheinander. Besonders betroffen sind Hamburg sowie Teile Niedersachsens und Schleswig-Holsteins mit Folgen für Bahnpendler, Reisende und den innerstädtischen Nahverkehr.
Schnee und Glätte treffen den Fernverkehr
Die winterlichen Verhältnisse führen laut Angaben der Deutsche Bahn weiterhin zu erheblichen Einschränkungen im Fernverkehr. Betroffen sind unter anderem die ICE- und IC-Verbindungen zwischen Hamburg und Berlin, die Strecke Köln–Hannover–Berlin sowie die Nord-Süd-Achse von Oldenburg über Bremen und Hannover bis Karlsruhe.
Nach Angaben des Konzerns kommt es zu Verspätungen und Zugausfällen auf mehreren Linien. Wie viele Verbindungen konkret betroffen sind, blieb zunächst offen. Die Bahn verwies auf kurzfristige witterungsbedingte Anpassungen im Fahrplan und riet Reisenden, sich unmittelbar vor Fahrtantritt zu informieren.
Regionalverkehr: Metronom stellt Betrieb weitgehend ein
Besonders stark sind auch regionale Verbindungen betroffen. Das Eisenbahnunternehmen Metronom stellte bereits am Samstagabend schrittweise den Betrieb ein. Als Gründe nannte das Unternehmen Schneeschauer, Glätte und stürmische Bedingungen.
Auch am Sonntag blieben zahlreiche Züge gestrichen. Vor allem die Linien RE4/RB41 (Bremen–Hamburg) sowie RE3/RB31 (Hamburg–Uelzen) waren stark eingeschränkt. Pendler mussten teils auf alternative Verkehrsmittel ausweichen oder ihre Fahrten ganz verschieben.
HVV stoppt Busverkehr zeitweise komplett
Zusätzlich kam es im Hamburger Stadtgebiet zu massiven Problemen im Busverkehr. Der Hamburger Verkehrsverbund stellte am späten Samstagabend und in der Nacht den Busbetrieb zeitweise vollständig ein. Zur Begründung sprach der HVV von „extremer Straßenglätte“, die einen sicheren Betrieb nicht mehr zugelassen habe.
Im Verlauf der Nacht konnten viele Fahrten wieder aufgenommen werden. Dennoch kam es auch am Sonntag zu Verspätungen, Ausfällen und Umleitungen einzelner Linien. Fahrgästen wurde dringend empfohlen, sich vor Fahrtantritt über aktuelle Verbindungen zu informieren.
S-Bahn-Verkehr weiter beeinträchtigt
Auch der S-Bahn-Verkehr in Hamburg blieb nicht verschont. Auf den Linien S1, S3, S5 und S7 kam es weiterhin zu Verspätungen und einzelnen Ausfällen. Vereiste Weichen und verschneite Gleise erschwerten einen stabilen Betrieb, insbesondere in den frühen Morgenstunden.
Wetterlage: Polare Kaltluft hält an
Nach Einschätzung des Deutscher Wetterdienst bleibt die Wetterlage angespannt. Verantwortlich ist eine kalte polare Luftmasse, die vor allem Hamburg und den Süden Schleswig-Holsteins mit Schnee, Frost und Glätte versorgt.
Tagsüber bewegen sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt, in der Nacht sinken sie im Binnenland auf bis zu minus sieben Grad. Eine schnelle Entspannung der Lage ist nach aktuellen Prognosen nicht zu erwarten.
Analyse: Warum die Lage besonders kritisch ist
Der aktuelle Wintereinbruch trifft eine hochfrequentierte Verkehrsregion mit zentraler Bedeutung für Pendlerströme und den bundesweiten Fernverkehr. Hamburg fungiert als Knotenpunkt zwischen Nord- und Süddeutschland. Störungen wirken sich daher weit über die Region hinaus aus.
Aus Sicht der Verkehrsunternehmen steht die Sicherheit im Vordergrund. Gleichzeitig zeigen die Einschränkungen, wie anfällig Verkehrssysteme bei extremen Wetterlagen bleiben. Für Berufspendler, Logistik und den Wochenendverkehr bedeutet dies erhebliche Planungsunsicherheit.
Fazit:
Der Wintereinbruch im Norden sorgt weiterhin für erhebliche Einschränkungen im Bahn- und Busverkehr. Reisende müssen sich auch in den kommenden Tagen auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Behörden und Verkehrsunternehmen appellieren an Fahrgäste, aktuelle Informationen zu prüfen und mehr Zeit einzuplanen.
🔔 Folge @Presse.Online für fundierte Analysen, starke Storys & die Themen, über die Deutschland morgen spricht.
FAQ
Wie lange dauern die Einschränkungen im Bahnverkehr an?
Nach Angaben der Deutschen Bahn sind die Einschränkungen wetterabhängig. Eine vollständige Entspannung wird erst mit nachlassender Glätte erwartet.
Sind ICE-Züge zwischen Hamburg und Berlin komplett eingestellt?
Nein. Es kommt zu Ausfällen und Verspätungen, einzelne Verbindungen verkehren weiterhin.
Warum wurde der Busverkehr in Hamburg zeitweise eingestellt?
Der HVV begründete dies mit extremer Straßenglätte, die einen sicheren Betrieb unmöglich machte.
Welche S-Bahn-Linien sind betroffen?
Vor allem die Linien S1, S3, S5 und S7 sind von Verspätungen und einzelnen Ausfällen betroffen.
Wo erhalten Fahrgäste aktuelle Informationen?
Bei den jeweiligen Verkehrsunternehmen, über Apps, Websites und Durchsagen vor Ort.
Quellen:
-
Deutsche Bahn, aktuelle Verkehrsmeldungen und Presseinformationen
-
Hamburger Verkehrsverbund (HVV), Betriebs- und Störungsmeldungen
-
Deutscher Wetterdienst (DWD), Wetter- und Warnlageberichte