Ukraine-Krieg: Gespräche mit Russland starten
Selenskyj kündigt Friedensgespräche mit Russland in den Emiraten an
Selenskyj kündigt Friedensgespräche mit Russland an. Das betrifft die Ukraine, die USA und Moskau und könnte den diplomatischen Kurs im Krieg neu ordnen.
Entscheidend ist dabei, ob erstmals seit Langem ein direkter Gesprächsrahmen entsteht, weil militärische, wirtschaftliche und politische Kosten für alle Seiten weiter steigen.
Was bisher feststeht
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Gespräche sollen Freitag und Samstag stattfinden.
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Ort sind die Vereinigte Arabische Emirate.
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Teilnehmer: Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA.
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Angekündigt wurden Gespräche über Bedingungen für ein Ende des Krieges.
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Bestätigt ist bislang der politische Rahmen, Details zu Agenda und Besetzung sind offen.
Warum die Emirate?
Die Wahl der Emirate ist kein Zufall. Das Land pflegt Kontakte zu westlichen Staaten ebenso wie zu Russland und hat sich in der Vergangenheit als Vermittlungsort angeboten. Neutraler Boden senkt politische Hürden ersetzt aber keine inhaltlichen Kompromisse.
Dass Selenskyj die Gespräche beim Weltwirtschaftsforum im Schweizer Ort Davos ankündigte, verstärkt die internationale Dimension. Das Forum dient traditionell dazu, geopolitische Signale an Märkte, Regierungen und Partner zu senden.
Perspektiven der Beteiligten
Sicht der Ukraine und ihrer Partner
Selenskyj betont seit Monaten, dass Gespräche nur auf Grundlage der ukrainischen Souveränität möglich seien. Ein US-Vertreter erklärte am Rande des Forums, Gespräche dienten zunächst der Auslotung von Positionen, nicht einem schnellen Abkommen. Sicherheit, territoriale Integrität und internationale Garantien bleiben Kernforderungen.
Sicht Russlands
Moskau hat bislang offen gelassen, mit welchem Mandat es teilnimmt. Russische Regierungsstellen betonen regelmäßig, dass bestehende „Realitäten vor Ort“ anerkannt werden müssten. Ob Russland bereit ist, über Rückzüge oder Sicherheitsgarantien zu sprechen, ist offen.
Warum jetzt?
Der Krieg ist militärisch festgefahren, während Kosten und Risiken weiter steigen. Kurzfristig steht das angekündigte Treffen am Wochenende an – ohne Garantie auf konkrete Ergebnisse. Für Europa und die Weltwirtschaft zählt, ob zumindest Kommunikationskanäle stabilisiert werden. Realistisch ist zunächst ein Sondierungsschritt, kein Durchbruch.
Mögliche Folgen
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Diplomatische Öffnung: Bereits das Gesprächsformat kann Eskalationsrisiken senken, weil direkte Kanäle entstehen.
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Politischer Druck: Scheitern die Gespräche, steigt der Druck auf weitere militärische oder wirtschaftliche Maßnahmen.
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Signal an Verbündete: Die Beteiligung der USA zeigt, dass Washington den Prozess politisch flankiert.
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Unsicherheit bleibt: Ohne konkrete Vereinbarungen ändert sich die Lage vor Ort zunächst nicht.
Fazit:
Ob die Gespräche mehr sind als ein diplomisches Signal, entscheidet sich an den Inhalten. Beobachter sollten auf die Wortwahl der Abschlusserklärungen achten sie zeigen, ob Spielräume existieren. Klar ist: Allein das Zustandekommen der Gespräche markiert einen neuen Moment im festgefahrenen Konflikt.
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FAQ
Was genau wurde angekündigt?
Selenskyj kündigte Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA in den Emiraten an. Thema sollen Bedingungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs sein.
Sind das echte Friedensverhandlungen?
Noch nicht. Es handelt sich zunächst um Sondierungen. Ob daraus formelle Verhandlungen werden, ist offen.
Warum nehmen die USA teil?
Die USA sind zentraler Unterstützer der Ukraine und ein politischer Schlüsselakteur. Ihre Teilnahme erhöht Gewicht und internationale Aufmerksamkeit.
Was bedeutet das jetzt konkret für Europa?
Kurzfristig ändert sich wenig. Mittel- bis langfristig könnte ein stabiler Gesprächskanal Auswirkungen auf Sicherheit, Energiepreise und politische Planung haben.
Quellen:
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Öffentliche Aussagen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos
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Mitschriften und offizielle Programmunterlagen des Weltwirtschaftsforums (WEF)
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Stellungnahmen aus dem Präsidialamt der Ukraine
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Erklärungen und Hintergrundbriefings aus US-Regierungskreisen
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Öffentliche Verlautbarungen russischer Regierungsstellen
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Berichterstattung internationaler Nachrichtenagenturen (u. a. Reuters, Associated Press)
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Einordnung durch europäische und transatlantische sicherheitspolitische Thinktanks
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Frühere offizielle Friedens- und Verhandlungsinitiativen im Kontext des Ukraine-Kriegs