Wintersturm legt US-Stromnetze lahm
Warum der US-Wintersturm Millionen ohne Strom lässt und was das jetzt bedeutet
Ein massiver Wintersturm hat weite Teile der USA lahmgelegt. Millionen Menschen sind ohne Strom mit Risiken für Gesundheit, Versorgung und öffentliche Sicherheit.
Was ist passiert? Fakten und Lagebild
Seit Freitag zieht ein außergewöhnlich starker Wintersturm über große Teile der Vereinigten Staaten. Besonders betroffen sind Regionen im Süden und im Mittleren Westen, darunter Texas, Mississippi und Louisiana. Nach Angaben des Portals poweroutage.us waren am frühen Sonntag rund 570.000 Haushalte ohne Strom. Bis zum Abend verdoppelte sich diese Zahl auf über eine Million betroffene Haushalte.
Behörden sprechen von einem Extremwetterereignis, das nahezu die Hälfte der US-Bevölkerung betrifft. Nach offiziellen Angaben kämpfen rund 190 Millionen Menschen mit den direkten oder indirekten Folgen der Kältewelle von Stromausfällen über vereiste Straßen bis hin zu eingeschränkten Notdiensten.
Besonders dramatisch ist die Lage im Süden der USA, wo zwei Männer in der Region Caddo Parish im Bundesstaat Louisiana an Unterkühlung starben. Das bestätigte die zuständige Gesundheitsbehörde am Sonntag. Das genaue Alter der Verstorbenen ist bislang nicht bekannt.
Schnee, Eis und gefrierender Regen: Warum der Sturm so gefährlich ist
US-Meteorologen warnen seit Tagen vor einem der schwersten Winterstürme der vergangenen Jahre. In Crested Butte im Bundesstaat Colorado meldete der Sender CNN Schneehöhen von bis zu 58 Zentimetern. In Oklahoma fielen örtlich bis zu 20 Zentimeter Schnee, in New Mexico rund 30 Zentimeter, in Teilen von Texas bis zu 15 Zentimeter.
Als besonders problematisch gilt der gefrierende Regen. In Louisiana bildete sich stellenweise eine bis zu zwei Zentimeter dicke Eisschicht auf Straßen und Stromleitungen. In Mississippi warnten die Behörden vor „katastrophalen“ Eisablagerungen eine Belastung, die Strommasten und Leitungen oft nicht standhalten.
Perspektiven: Politik und Betroffene reagieren
Politische Ebene:
Zahlreiche Bundesstaaten riefen den Notstand aus, um schneller Hilfsgelder freigeben und zusätzliche Einsatzkräfte mobilisieren zu können. Auch der ehemalige US-Präsident Donald Trump äußerte sich auf der Plattform X. Er sprach von einer „Rekordkältewelle“ und einem „historischen Wintersturm“ und rief die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Zugleich betonte er, die Behörden seien auf das Extremwetter vorbereitet.
Alltag und Bevölkerung:
In Washington wurden die Menschen aufgefordert, Taschenlampen bereitzulegen und mobile Geräte aufzuladen. In New York kündigten die Behörden laut NBC News an, in allen fünf Stadtbezirken Wärmestuben zu eröffnen, um Menschen ohne Heizung Schutz zu bieten.
Analyse: Warum das jetzt besonders relevant ist
Der aktuelle Wintersturm zeigt erneut, wie anfällig kritische Infrastrukturen gegenüber Extremwetter sind. Stromausfälle bei Minusgraden können binnen Stunden lebensbedrohlich werden insbesondere für ältere Menschen, Kranke oder Haushalte ohne alternative Heizquellen.
Zugleich rückt die Debatte um die Widerstandsfähigkeit der US-Energieversorgung erneut in den Fokus. Bereits frühere Winterstürme, etwa in Texas, hatten massive strukturelle Schwächen offengelegt. Die jetzige Lage verstärkt den Druck auf Politik und Versorger, Netze besser gegen extreme Wetterlagen abzusichern.
Fazit und Ausblick
Der Wintersturm hat weite Teile der USA in einen Ausnahmezustand versetzt. Millionen Menschen sind ohne Strom, mehrere Todesfälle wurden bestätigt. In den kommenden Tagen wird entscheidend sein, wie schnell Reparaturen vorankommen und ob weitere Regionen betroffen sein werden. Für Behörden und Bevölkerung bleibt Vorsicht oberstes Gebot.
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FAQ
Wie viele Haushalte sind vom Stromausfall betroffen?
Nach Angaben von poweroutage.us waren zeitweise mehr als eine Million Haushalte ohne Strom.
Welche Regionen trifft der Wintersturm besonders?
Vor allem der Süden und der Mittlere Westen der USA, darunter Texas, Louisiana, Mississippi und Oklahoma.
Warum ist gefrierender Regen so gefährlich?
Er bildet schwere Eisschichten auf Leitungen und Straßen, was zu Stromausfällen und Unfällen führen kann.
Gibt es bereits Todesopfer?
Ja. In Louisiana starben zwei Männer an Unterkühlung.
Wie reagieren die Behörden?
Mehrere Bundesstaaten haben den Notstand ausgerufen und Wärmestuben sowie Hilfsmaßnahmen eingerichtet.
Quellen & Fact-Checking
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US-Gesundheitsbehörde des Bundesstaates Louisiana
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National Weather Service (USA)
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poweroutage.us
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CNN
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NBC News