Eisregen im Berufsverkehr, danach 20 Grad

Eisregen im Berufsverkehr, danach 20 Grad
Eisregen im Berufsverkehr, danach fast 20 Grad © Presse.Online

Wetter in Deutschland: Warum nach Eisregen plötzlich 20 Grad drohen was das jetzt bedeutet

Erst Blitzeis im Berufsverkehr, dann Temperaturen nahe 20 Grad: Das Wetter in Deutschland schlägt innerhalb weniger Tage um. Besonders im Westen drohen am Donnerstag gefährliche Straßenverhältnisse. Warum das jetzt relevant ist und wie stark der Temperaturwechsel ausfallen kann.

Winterliche Glätte und dann der abrupte Umschwung

Das Wetter in Deutschland wird am Donnerstag noch einmal gefährlich. Eisregen, Schneefall und zweistellige Minusgrade treffen vor allem Pendler bevor am Wochenende eine deutliche Temperaturwende einsetzt.

Entscheidend ist dabei die Luftmassengrenze über Deutschland, weil sie aktuell kalte Ostluft und mildere Atlantikluft aufeinandertreffen lässt mit unmittelbaren Folgen für Verkehr und Alltag.

Die aktuelle Lage im Überblick

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Teile West- und Süddeutschlands die Warnstufe Orange ausgerufen die dritthöchste Stufe.

Kernfakten:

  • In Rheinland-Pfalz, im Rhein-Main-Gebiet und im Ruhrgebiet werden bis zu 15 Zentimeter Neuschnee erwartet, in Staulagen bis zu 20 Zentimeter binnen weniger Stunden.

  • In Teilen von Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern kann es zwischen Mitternacht und Donnerstagvormittag zu Eisregen kommen.

  • Rund um Berlin sind in der Nacht Temperaturen von bis zu minus 12 Grad möglich.

  • Der DWD warnt im Osten vor Unterkühlung bei längerem Aufenthalt im Freien.

Eisregen entsteht, wenn Niederschlag in einer wärmeren Luftschicht flüssig bleibt, am Boden jedoch auf gefrorene Flächen trifft und dort schlagartig gefriert. Es bildet sich Blitzeis oft kaum sichtbar, aber extrem rutschig.

Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung empfiehlt Autofahrern, Fahrten möglichst zu verschieben, Geschwindigkeit deutlich zu reduzieren und größere Abstände einzuhalten.

Warum Deutschland derzeit zweigeteilt ist

Seit Wochen zeigt sich ein ungewöhnliches Muster: Der Südwesten bleibt meist mild, während der Nordosten wiederholt unter Frost leidet.

Die Ursache: Eine stabile Luftmassengrenze

Ein Tiefdruckgebiet schiebt milde Atlantikluft nach Süden und Westen. Gleichzeitig hält sich im Osten kontinentale Kaltluft. Im Übergangsbereich entstehen Schneefall und Eisregen.

Das erklärt auch die extremen Gegensätze: Während im Westen bald zweistellige Plusgrade möglich sind, friert es im Osten zweistellig.

Perspektive 1: Behörden und Institutionen

Der Deutscher Wetterdienst warnt vor erheblicher Glättegefahr im Berufsverkehr. Kommunen bereiten Winterdiensteinsätze vor, Verkehrsbetriebe rechnen mit Verspätungen.

Die Warnlage ist zeitlich begrenzt, aber intensiv. Entscheidend wird die Nacht auf Donnerstag.

Perspektive 2: Experten und Betroffene

Meteorologen sprechen von einer „typischen Übergangswetterlage“. Laut Jung steigen die Temperaturen ab Samstag spürbar an. Am Sonntag sind im Westen bis zu 15 Grad möglich, in der kommenden Woche im Südwesten sogar Werte nahe 20 Grad.

Pendler und Logistikunternehmen stehen damit vor kurzfristigen Planungsproblemen: Erst winterliche Extrembedingungen, dann milde, aber wechselhafte Tage.

Warum jetzt?

Die Luftmassengrenze verschiebt sich aktuell ostwärts.
Das Tiefdruckgebiet gewinnt an Einfluss und drängt die kalte Kontinentalluft zurück.
Für Bürger bedeutet das: akute Glättegefahr am Donnerstag danach rascher Temperaturanstieg.
Realistisch ist in der kommenden Woche mildes, aber instabiles Übergangswetter.

Welche Folgen realistisch sind

  1. Verkehrsbehinderungen am Donnerstag, weil Eisregen selbst gestreute Straßen gefährlich macht → daher erhöhtes Unfallrisiko.

  2. Kurzfristige Belastung für Winterdienste, weil Schneefall und Blitzeis rasch aufeinanderfolgen → daher logistische Engpässe möglich.

  3. Schnelles Tauwetter ab Wochenende, weil milde Atlantikluft dominiert → daher erhöhte Wasserabflüsse und lokal nasse Böden.

  4. Keine stabile Frühlingslage, weil die Großwetterlage wechselhaft bleibt → daher weitere Temperaturschwankungen wahrscheinlich.

Unsicher bleibt, wie stark sich die milde Luft im Osten durchsetzt. Hier hängt viel von der exakten Zugbahn des Tiefs ab.

Was jetzt zu beobachten ist

Entscheidend sind die Warnmeldungen bis Donnerstagmittag. Danach verschiebt sich der Fokus von Glätte auf Temperaturanstieg.

Für Leser bedeutet das: Kurzfristig Vorsicht im Straßenverkehr. Mittelfristig folgt eine deutliche, aber nicht stabile Wetterberuhigung.

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FAQ

Wie gefährlich ist Eisregen wirklich?
Sehr gefährlich. Blitzeis ist oft unsichtbar und kann selbst auf geräumten Straßen auftreten. Schon geringe Mengen führen zu extrem glatten Oberflächen.

Wo wird es am kältesten?
Im Nordosten, besonders im Raum Berlin, sind bis zu minus 12 Grad möglich.

Kommt jetzt der Frühling?
Nein. Die Temperaturen steigen deutlich, doch die Wetterlage bleibt wechselhaft und instabil.

Wie lange hält die milde Phase an?
Nach aktuellen Prognosen mehrere Tage. Ob sie sich verstetigt, ist noch offen.

Quellen:

  • Deutscher Wetterdienst (DWD) aktuelle Warnlage und Prognosekarten
  • Aussagen von Diplom-Meteorologe Dominik Jung
  • Wettermodelle ECMWF (Europäisches Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage)
  • Wettermodelle ICON (DWD)
  • Aktuelle Temperatur- und Niederschlagsprognosen für Deutschland (Stand: laufende Woche)

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