Unwetterwarnung für Spaniens Ostküste
Sturmwarnung an Spaniens Ostküste: Warnstufe Orange wegen Orkanböen und meterhoher Wellen
Ein schwerer Sturm trifft ab Montag Spaniens Mittelmeerküste und die Balearen. Der Wetterdienst warnt vor Orkanböen, Starkregen und meterhohen Wellen. Besonders gefährdet sind die Küsten in Katalonien und im Nordosten des Landes.
Orkanartige Böen und hohe Wellen ab Montag erwartet
Ein heftiger Sturm steuert auf Spaniens Ostküste zu. Betroffen sind weite Teile der Mittelmeerküste sowie die Balearen. Der spanische Wetterdienst Aemet hat für mehrere Regionen Warnungen herausgegeben, darunter die Warnstufe Orange für besonders gefährdete Küstenabschnitte. Erwartet werden schwere Sturmböen, Starkregen, Schneefall in höheren Lagen und außergewöhnlich hoher Wellengang.
Besonders kritisch ist die Lage an den Küsten rund um Barcelona, Girona und der Region Empordà. Dort rechnet Aemet mit anhaltendem Ostwind von bis zu 70 km/h, was der Windstärke acht entspricht. Auf dem offenen Meer könnten sich Wellen von bis zu zehn Metern Höhe aufbauen, die stellenweise bis an die Küste vordringen.
Regionale Unterschiede: Von Orkanböen bis Starkregen
Während in der Empordà die höchste Warnstufe gilt, werden auch andere Küstenabschnitte von dem Sturm erfasst. Vor Barcelona und Girona könnten die Wellen bis zu acht Meter erreichen. In der Provinz Tarragona erwarten Meteorologen Windgeschwindigkeiten von bis zu 60 km/h sowie Wellenhöhen um vier Meter. Dort gilt die Warnstufe Gelb.
Neben dem Wind stellt vor allem der Regen eine zusätzliche Gefahr dar. In der Empordà rechnen die Meteorologen mit Niederschlagsmengen zwischen 100 und 120 Millimetern innerhalb kurzer Zeit. Auch im Großraum Barcelona und in Tarragona könnten bis zu 60 Millimeter Regen fallen. Solche Mengen erhöhen das Risiko von Überflutungen, Erdrutschen und Verkehrsbehinderungen erheblich.
Balearen und Binnenland ebenfalls betroffen
Der Sturm macht auch vor den Inseln nicht halt. Auf Menorca werden Ostwinde mit bis zu 60 km/h erwartet, begleitet von ungewöhnlich hohen Wellen. Für Mallorca und Ibiza prognostiziert Aemet Böen von bis zu 70 km/h. Behörden raten Einheimischen und Touristen, Küstennähe zu meiden und Warnhinweise zu beachten.
Im Landesinneren sinkt zudem die Schneefallgrenze. In den Regionen Castelló und Aragonien wird sie auf 1.000 bis 1.200 Meter fallen. Dort könnten bis zu 20 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen, was insbesondere den Straßenverkehr beeinträchtigen dürfte.
Warum diese Wetterlage besonders relevant ist
Unwetter dieser Stärke sind für die betroffenen Regionen keine Alltäglichkeit. Hoher Wellengang gefährdet Häfen, Strandpromenaden und Küsteninfrastruktur. Für die Wirtschaft, insbesondere den Tourismus und die Fischerei, können kurzfristige Sperrungen und Schäden erhebliche Folgen haben. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Lage, wie verwundbar dicht besiedelte Küstenräume gegenüber extremen Wetterereignissen sind.
Meteorologen verweisen darauf, dass das Zusammenspiel aus starkem Ostwind, feuchter Mittelmeerluft und sinkenden Temperaturen im Landesinneren diese Wetterlage begünstigt. Behörden und Katastrophenschutz stehen vor der Herausforderung, rechtzeitig zu warnen und sensible Bereiche zu sichern, um Schäden und Verletzungen möglichst zu vermeiden.
Ausblick: Vorsicht und Vorbereitung empfohlen
Die Wetterlage soll sich laut Aemet erst im Verlauf der kommenden Tage allmählich beruhigen. Bis dahin rufen die Behörden zur Vorsicht auf. Küstenbereiche sollten gemieden, aktuelle Wetter- und Verkehrsmeldungen beachtet und Reisen gegebenenfalls verschoben werden.
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FAQ
Was bedeutet die Warnstufe Orange in Spanien?
Warnstufe Orange weist auf eine erhebliche Gefahr durch Wetterereignisse hin, bei denen Sachschäden und Risiken für Menschen möglich sind.
Wie hoch können die Wellen werden?
In der Region Empordà rechnet Aemet mit Wellen von bis zu zehn Metern, vor Barcelona und Girona mit bis zu acht Metern.
Welche Regionen sind besonders betroffen?
Vor allem die Ostküste Kataloniens, Teile Tarragonas sowie die Balearen.
Ist auch Schneefall zu erwarten?
Ja, in höheren Lagen von Castelló und Aragonien könnten bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fallen.
Wie sollten sich Anwohner und Reisende verhalten?
Behörden empfehlen, Küstennähe zu meiden, Warnhinweise zu beachten und unnötige Fahrten zu vermeiden.
Quellen
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Aemet (Agencia Estatal de Meteorología): offizielle Wetterwarnungen und Prognosen
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Spanische Nachrichtenagenturen und regionale Behördenangaben zur aktuellen Wetterlage