Flug aus Bermuda: Trümmer gefunden, sechs vermisst

Flug aus Bermuda: Trümmer gefunden, sechs vermisst
Systembild: Ein Suchflugzeug der US-Küstenwache im Einsatz südlich von Nantucket am 3. Oktober 2026. Foto: U.S. Coast Guard. © KI-generierte Illustration.

Flug aus Bermuda: Trümmer gefunden, sechs Menschen vermisst

Ein Ambulanzflugzeug sollte sechs Menschen von Bermuda nach Boston bringen. Vor Nantucket entdeckte die US-Küstenwache ein Trümmerfeld der Maschine. Die Suche nach den Insassen geht weiter. Die Unglücksursache ist offen.

Die US-Küstenwache hat südlich der Insel Nantucket ein Trümmerfeld gefunden, das dem vermissten Ambulanzflugzeug auf der Route von Bermuda nach Boston zugeordnet wurde. Die sechs Menschen an Bord werden weiter gesucht. Über ihren Verbleib gibt es bislang keine bestätigten Angaben. Das berichteten NBC Boston und das Lokalmedium Nantucket Current unter Berufung auf die Küstenwache.

Der Kontakt zur Gulfstream G100 war am frühen Samstagmorgen, dem 3. Oktober, abgebrochen. Die Maschine hatte Bermuda verlassen und sollte am Logan International Airport in Boston landen. Sie erreichte ihr Ziel nicht. Das Suchgebiet liegt vor der Küste des US-Bundesstaates Massachusetts, nicht unmittelbar bei Bermuda.

Ein Patient, eine Begleitperson und vier Crewmitglieder

Das Flugzeug gehörte zum kanadischen Unternehmen Latitude Air Ambulance aus Hamilton in Ontario. Nach Angaben des Betriebsleiters Clarence Togeretz gegenüber der Nachrichtenagentur The Canadian Press befanden sich zwei Piloten, zwei medizinische Mitarbeiter, ein Patient und dessen Angehöriger an Bord.

Die vier Crewmitglieder sind demnach kanadische Staatsangehörige, die beiden Passagiere stammen aus Bermuda. Togeretz erklärte, das Unternehmen habe den Flug verfolgt und während des Anflugs auf Boston den Kontakt verloren. Latitude stehe mit Transport Canada in Verbindung.

Küstenwache setzt die Suche über Nacht fort

An der Suche beteiligten sich Flugzeuge, Hubschrauber und Schiffe. Auch Einsatzkräfte auf Nantucket suchten entlang der Südküste der Insel. Nach dem Trümmerfund kündigte die Küstenwache an, weiter nach den sechs Menschen zu suchen. Das Patrouillenschiff William Sparling sollte dafür über Nacht südlich von Nantucket im Einsatz bleiben.

Die Angehörigen wurden nach Angaben der Küstenwache informiert. Für Sonntagvormittag wurde eine Pressekonferenz in Boston angekündigt. Dort sollen weitere Angaben zum Stand der Suche gemacht werden.

Hinweise auf elektrische Probleme, Ursache ungeklärt

Vor dem Kontaktabbruch meldete der Pilot nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP elektrische Probleme und erklärte einen Notfall. AP stützt sich dabei auf eine bei LiveATC veröffentlichte Aufzeichnung des Flugfunks. Vorläufige Flugdaten zeigten zudem einen deutlichen Höhenverlust der Maschine.

Diese Hinweise erklären den Unglücksverlauf noch nicht. Eine bestätigte Ursache liegt bislang nicht vor. Die US-Untersuchungsbehörde National Transportation Safety Board teilte am Samstag mit, Informationen zu dem Vorfall zusammenzutragen. AP News

Der Trümmerfund klärt damit einen Teil der Suche nach dem Flugzeug. Was mit den sechs Menschen an Bord geschehen ist, bleibt offen.

Quellen und Transparenz

Die Angaben zum Trümmerfund und zur fortgesetzten Suche beruhen auf den von NBC Boston und Nantucket Current wiedergegebenen Behördenmitteilungen. Die verlinkte t-online-Seite war nicht abrufbar. Eine bestätigte Unglücksursache oder Angaben zum Schicksal der Insassen liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor.

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