Violas’ insolvent: Gewürzläden sollen weiterarbeiten

Violas’ insolvent: Gewürzläden sollen weiterarbeiten
Systembild: Gewürze in einem Feinkostgeschäft. KI-generiertes Symbolbild zum Insolvenzverfahren der Violas’ GmbH. © Presse.Online

Violas’ insolvent: Was jetzt aus den 25 Gewürzläden wird

Die Violas’ GmbH ist insolvent. Für die Gewürzmarke mit bundesweit 25 Geschäften wird ein Investor gesucht. Nach bisherigen Berichten betrifft das Verfahren die Zentrale; die Franchisegeschäfte sollen weiter beliefert werden.

Insolvenzverfahren in Hamburg eröffnet

Das Amtsgericht Hamburg hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Violas’ GmbH eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Gideon Böhm bestellt. Bereits im August war eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet worden.

Als Belastungen hatte Geschäftsführerin Viola Fuchs gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“ höhere Rohstoff-, Energie-, Logistik- und Personalkosten sowie eine zurückhaltende Konsumstimmung genannt. Darüber berichtet t-online.

Die Läden sollen weiterarbeiten

Unter dem Namen Violas’ werden nach Medienangaben 25 Geschäfte in 20 deutschen Städten betrieben. „Bild“ berichtet, dass die Franchisenehmer und ihre Beschäftigten vom Verfahren nicht betroffen seien. Die Belieferung soll weiterlaufen. Eine Schließung sämtlicher Läden ist damit bislang nicht angekündigt.

Die Standortübersicht des Unternehmens führt unter anderem Geschäfte in Hamburg, Köln, Essen und Berlin auf. Der Berliner Laden befindet sich in der Hufelandstraße 1 im Prenzlauer Berg. Für die Hamburger Standorte Eppendorf, Hanseviertel sowie die Einkaufszentren AEZ und EEZ sind weiterhin Öffnungszeiten hinterlegt. Die Übersicht enthält allerdings keine Erklärung zum Insolvenzverfahren.

Investor gesucht, Ausgang offen

Böhm strebt eine Investorenlösung an. Nach seiner von „Bild“ wiedergegebenen Mitteilung werden Gespräche mit Interessenten fortgesetzt. Für den laufenden Betrieb sei ausreichend Liquidität vorhanden. Die Gehälter der rund 25 Beschäftigten zahle inzwischen wieder das Unternehmen, nachdem der Insolvenzgeldbezug ausgelaufen sei.

Laut t-online endet die Frist zur Anmeldung von Gläubigerforderungen am 2. November. Eine Gläubigerversammlung ist für den 2. Dezember angesetzt. Ob die angestrebte Sanierung gelingt, bleibt offen.

Quellen

Amtliches Rechercheportal: Insolvenzbekanntmachungen der Justiz. Das von t-online genannte Verfahren ist unter Amtsgericht Hamburg, Az. 67h IN 287/26, Violas’ GmbH zu suchen. Der konkrete Beschluss wurde für den Beitrag nicht direkt eingesehen.

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