Theo Müller: Schließungen betreffen 320 Beschäftigte

Theo Müller: Schließungen betreffen 320 Beschäftigte
Systembild: Saucenabfüllung als Motiv zur geplanten Schließung des Homann-Werks in Rogätz. © KI-generierte Illustration.

Theo Müller schließt Produktionsbereiche: 320 Beschäftigte betroffen

Die Unternehmensgruppe Theo Müller will das Homann-Saucenwerk im sachsen-anhaltischen Rogätz und die Schnittkäserei von Sachsenmilch im sächsischen Leppersdorf schließen. In beiden Bereichen arbeiten jeweils rund 160 Menschen. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Unternehmensangaben. Die Schließungen sollen zu unterschiedlichen Terminen erfolgen.

Rogätz: Saucenproduktion soll im September 2027 enden

Für das Homann-Werk im Landkreis Börde ist die Einstellung der Produktion bis Ende September 2027 vorgesehen. Die Unternehmensgruppe begründet den Schritt mit hohen Kosten, erheblichem Investitionsbedarf und einer rückläufigen Nachfrage nach Saucen in Glasverpackungen. Verbraucher bevorzugten zunehmend andere Verpackungsformate. Dadurch sinke die Auslastung des Werks.

Nach Darstellung des Unternehmens ließ sich trotz umfangreicher Bemühungen keine wettbewerbsfähige Kostenstruktur erreichen. Die Beschäftigten seien bereits informiert worden. Mit dem Betriebsrat sollen Gespräche über sozialverträgliche Lösungen beginnen.

Leppersdorf: Schnittkäserei schließt zum Jahresende

Die Schnittkäserei in Leppersdorf soll bereits zum 31. Dezember 2026 schließen. Betroffen sind auch die zugehörige Verpackung und Verwaltung. Sachsenmilch erklärt, dass sich dieser Bereich unter den bestehenden wirtschaftlichen Bedingungen dauerhaft nicht rentabel betreiben lasse. Verschiedene Möglichkeiten zur Fortführung seien geprüft worden.

Der Sachsenmilch-Standort bleibt bestehen. Die Sauermilchkäserei und die Mozzarella-Produktion werden nach Unternehmensangaben weitergeführt. Die angekündigte Schließung betrifft damit einen Teil der Produktion in Leppersdorf.

Weiterbeschäftigung wird geprüft

Für die Beschäftigten der Schnittkäserei sucht Sachsenmilch gemeinsam mit dem Betriebsrat nach Lösungen. Genannt werden andere Arbeitsplätze innerhalb des Unternehmens, einvernehmliche Änderungen von Verträgen sowie Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote.

Die Zahl von rund 320 Betroffenen beschreibt die Beschäftigten in den zur Schließung vorgesehenen Bereichen. Wie viele von ihnen weiterbeschäftigt werden können und wie viele ihren Arbeitsplatz verlieren, geht aus den vorliegenden Berichten noch nicht hervor.

Quellen und Transparenz

Die wirtschaftlichen Begründungen stammen von der Unternehmensgruppe. Eine direkt zugängliche Originalmitteilung zu beiden Schließungen liegt dieser Fassung nicht zugrunde.

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