ARCHITECT@WORK Berlin 2026: Materialien und Farben

ARCHITECT@WORK Berlin 2026: Materialien und Farben
Farbe und Oberflächenstruktur bestimmen gemeinsam die Wirkung eines Materials im Raum © Presse.Online

ARCHITECT@WORK Berlin: Mehr Farbe, neue Materialwelten

Berlin. Wie viel Charakter eine Oberfläche einem Raum geben kann, lässt sich an den Produkten der ARCHITECT@WORK Berlin nachvollziehen: Echtmetall erhält ausgeprägte Strukturen, gebürstete Flächen bekommen neue Farbtöne. Die Fachveranstaltung bringt am 7. und 8. Oktober 2026 Architektur und Innenausbau in der Station Berlin zusammen. Es ist die achte Berliner Ausgabe. Die gezeigten Innovationen werden nach Angaben des Veranstalters von einer Jury aus Architekten und Innenarchitekten ausgewählt.

Der Hinweis auf hochwertigere Materialien und mehr Farbmöglichkeiten bildet den Ausgangspunkt für diesen Blick auf die Messe. Konkret belegen lässt sich die gestalterische Vielfalt an einzelnen Kollektionen. Ob Materialien gegenüber früheren Jahren tatsächlich hochwertiger geworden sind, müsste dagegen anhand ihrer Eigenschaften und vergleichbarer Vorgängerprodukte geprüft werden.

Echtmetall bekommt Farbe und Struktur

Ein Beispiel liefert der Aussteller Homapal, der für die Berliner Veranstaltung am Stand 117 geführt wird. Das Unternehmen stellt dekorative Schichtstoffe mit Echtmetalloberflächen für den Innenausbau her. Nach eigenen Angaben verwendet es dünn ausgewalzte Folien aus Aluminium, Kupfer, Messing und Edelstahl; Strukturen entstehen durch ein spezielles Prägeverfahren.

Die auf der Herstellerseite als „Neue Dekore 2025“ bezeichnete Erweiterung umfasst 20 Echtmetalldekore. Dazu gehören zusätzliche Strukturen und neue Farben. Für die Einordnung ist das Erscheinungsjahr relevant: Eine Präsentation im Messejahr 2026 bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche Produkte erst in diesem Jahr entwickelt wurden.

Die Farbtöne „Solar Glow“, „Moss Green“ und „Clay Jar“ führt Homapal in gebürsteten, spiegelglänzenden und strukturierten Varianten. In der Produktübersicht werden sie Gelb, Grün und Orange zugeordnet. Hinzu kommen horizontal verlaufende Tiefenstrukturen sowie nachträglich veredelte Messingoberflächen. Die Auswahl zeigt, wie sich Farbe und Oberflächenbearbeitung innerhalb einer Materialfamilie kombinieren lassen.

Ein Farbton wirkt je nach Oberfläche anders

Für die Raumplanung kommt es deshalb auf mehr an als die Farbe eines Musters. Homapal weist darauf hin, dass der Betrachtungswinkel die Farbwahrnehmung metallischer Platten beeinflussen kann. Auch zwischen Mustern und gelieferten Produkten können Farbabweichungen auftreten.

Daraus ergibt sich eine praktische Konsequenz: Wer solche Oberflächen einsetzen möchte, sollte Muster unter den vorgesehenen Lichtbedingungen beurteilen. Eine glänzende Fläche kann anders wirken als die gebürstete Variante desselben Farbtons. Produktabbildungen allein reichen für diese Entscheidung kaum aus.

Auch die Bezeichnung „hochwertig“ braucht eine konkrete Grundlage. Echtmetall beschreibt zunächst das Material der Oberfläche. Ob ein Produkt für eine bestimmte Anwendung geeignet ist, hängt von den jeweiligen Anforderungen und den technischen Angaben ab. Eine dekorative Wandfläche wird anders beansprucht als eine häufig genutzte horizontale Fläche.

Transformation: Gestaltung im vorhandenen Gebäude

Den übergeordneten Rahmen setzt das Messethema „Transformation“. Der Veranstalter richtet den Blick auf den Erhalt bestehender Bauten und ihren Umbau für neue Nutzungen. Materialentscheidungen stehen damit im Zusammenhang mit dem Weiterbauen am Bestand.

Zum Rahmenprogramm gehören eine von World-Architects kuratierte Projektwand und eine Materialausstellung von revalu mit kreislauffähigen und biobasierten Materialien. Damit werden neben der gestalterischen Wirkung auch andere Ansätze der Materialwahl sichtbar.

Die redaktionelle Einordnung: Neue Farben können vorhandenen Räumen eine andere Wirkung geben. Für einen Umbau muss jedoch zugleich geklärt werden, welche bestehenden Elemente erhalten bleiben und wie sich neue Oberflächen einfügen. Die größere Auswahl macht die Abstimmung genauer, nicht überflüssig.

Messebesuch am Donnerstag noch möglich

Am Donnerstag, 8. Oktober, ist die ARCHITECT@WORK Berlin von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Veranstaltungsort ist die Station Berlin, Luckenwalder Straße 4–6 in Berlin-Kreuzberg.

Die Veranstaltung richtet sich an Architekten, Innenarchitekten und andere Fachplaner. Der kostenfreie Besuch setzt eine Online-Registrierung mit Einladungscode voraus. Wer keinen Code hat, kann ihn beim Veranstalter unter berlin@architectatwork.com anfragen. A@WX

Quellen und Transparenz

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