Flughafen Riad angegriffen: Reiche sitzt fest

Flughafen Riad angegriffen: Reiche sitzt fest
Systembild: Die Flughafensperrung in Riad beeinträchtigt auch die Rückreise von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. © KI-generierte Illustration.

Flughafen Riad erneut angegriffen: Reiche sitzt weiter fest

Der internationale Flughafen von Riad ist am Sonntag erneut angegriffen worden. Nach Angaben der saudischen Zivilluftfahrtbehörde starb ein Mensch, elf weitere wurden verletzt. Die Sperrung des Flughafens betrifft auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), deren Rückreise aus Saudi-Arabien noch ungeklärt ist.

Geschoss schlägt in Terminal 4 ein

Nach Darstellung der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition traf ein Geschoss Terminal 4 und löste einen Brand aus. Einen weiteren Marschflugkörper habe die Luftabwehr in Flughafennähe zerstört. Bei dem Getöteten handelt es sich laut Zivilluftfahrtbehörde um einen in Saudi-Arabien lebenden Pakistaner. ZDFheute berichtet über diese Angaben in seiner am Montag aktualisierten Meldung.

Die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA veröffentlichte bereits am Sonntag eine Mitteilung der Luftfahrtbehörde zum erneuten Angriff. Darin wurden zunächst Verletzte gemeldet. Schäden und die Sicherheit der Flughafenanlagen würden gemeinsam mit den zuständigen Stellen geprüft.

Ministerium sucht Rückreisemöglichkeit für Reiche

Reiche hatte vor den Angriffen an Konferenzen in Riad teilgenommen. Wegen der Flughafensperrung könne ihre geplante Rückreise voraussichtlich nicht wie vorgesehen stattfinden, erklärte eine Ministeriumssprecherin nach dem ZDF-Bericht.

Die beteiligten Ministerien und Behörden stimmen die Rückkehr ab und prüfen alternative Reisemöglichkeiten. Ein bestätigter Abflugtermin wird in der Meldung nicht genannt.

Zwölf Tote und 309 Verletzte beim Angriff vom Samstag

Bereits am Samstag, dem 10. Oktober, waren bei einem Angriff auf den King-Khalid-Flughafen nach Angaben der saudischen Luftfahrtbehörde zwölf Menschen getötet und 309 verletzt worden. Einige Verletzte schwebten in Lebensgefahr.

Die Huthi-Miliz im Jemen bekannte sich zu dieser Attacke. Sie erklärte zudem, den Flughafen Dammam und Anlagen des Ölkonzerns Aramco angegriffen zu haben. Diese Angaben der Miliz sind von den behördlich gemeldeten Opferzahlen für Riad zu unterscheiden.

Die zwölf Todesopfer gehören damit zum Angriff vom Samstag. Der später gemeldete Tote und die elf Verletzten betreffen die erneute Attacke am Sonntag.

Außenminister Johann Wadephul verurteilte den Angriff auf den Flughafen als Terrorakt gegen Saudi-Arabien und die zivile Luftfahrt. Den Angehörigen der Opfer sprach er sein Beileid aus. Die saudische Nachrichtenagentur SPA dokumentierte seine Stellungnahme am 11. Oktober.

Wegen der Angriffe wurde der Flughafenbetrieb vorübergehend eingestellt. Nach einem Bericht des Tagesspiegels rät das Auswärtige Amt dringend von der Nutzung des Flughafens Riad ab und warnt vor weiteren Luftangriffen sowie Beeinträchtigungen des Flugverkehrs.

Quellen und Transparenz

Die Opferzahlen beruhen auf saudischen Behördenangaben. Die Angaben zur Rückreise stammen aus einer von Medien wiedergegebenen Ministeriumserklärung. Eine eigene Bestätigung vor Ort liegt nicht vor.

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