Schorndorf: Feuerattacke auf Christkindlmarkt

Schorndorf: Feuerattacke auf Christkindlmarkt
Mutmaßlicher Brandanschlag auf den Christkindlmarkt in Schorndorf (Bayern)! © Presse.Online

Mutmaßlicher Brandanschlag erschüttert Christkindlmarkt in Schorndorf

Ein geplanter Festtag zum 40-jährigen Bestehen des Christkindlmarktes in Schorndorf (Bayern) endet in Fassungslosigkeit: In den frühen Morgenstunden des ersten Advents versuchten Unbekannte mehrere Marktbuden anzuzünden. Nur durch Zufall und schnelles Eingreifen der Feuerwehr wurde ein größerer Schaden verhindert.

Überwachungskamera zeichnet nächtlichen Angriff auf

Nach Angaben der Polizei wurden die Täter gegen 4 Uhr morgens von einer Überwachungskamera am Kirchplatz gefilmt. Der oder die Unbekannten seien auffällig zielgerichtet vorgegangen: Laut Berichten von Bayerischem Rundfunk (BR) und Mittelbayerischer Zeitung sollen mehrere Verkaufsstände mit Petroleum eingesprüht und angezündet worden sein.

Eine vorbeifahrende Autofahrerin bemerkte die Flammen und alarmierte die Einsatzkräfte. Nur Minuten später konnte die Feuerwehr ein Übergreifen des Feuers verhindern. Die betroffenen Holzhütten wurden beschädigt, aber nicht vollständig zerstört.

Bürgermeister spricht von „Anschlag auf das Ehrenamt“

Bürgermeister Max Schmaderer zeigte sich tief getroffen und fand klare Worte:

„Ich bin fassungslos und entsetzt. Das ist ein Anschlag auf das Ehrenamt und auf die Vereine“, sagte Schmaderer dem BR.

Trotz der nächtlichen Tat öffnete der Christkindlmarkt wie geplant am Sonntag. Die Gemeinde verwandelte Schock in Zusammenhalt: Schmaderer rief Bürgerinnen und Bürger auf, „jetzt erst recht“ den Markt zu besuchen, um die Vereine zu unterstützen und den Schaden zu kompensieren.

Christkindlmarkt feiert 40 Jahre und erlebt seinen dunkelsten Moment

Der Traditionsmarkt findet gewöhnlich nur an einem einzigen Tag im Jahr, dem ersten Adventssonntag, statt. Gerade deshalb fiel der mutmaßliche Brandanschlag auf einen besonders sensiblen Moment: Das 40-jährige Jubiläum der Veranstaltung.

Vor Ort sei laut Polizei der Sachschaden begrenzt geblieben, doch der emotionale Schaden sei deutlich größer. Die Ermittler werten aktuell das Videomaterial aus und bitten mögliche Zeugen, sich zu melden.

Ermittlungen laufen, Polizei bittet um Hinweise

Die Polizeiinspektion Cham hat ein Verfahren wegen versuchter schwerer Brandstiftung eingeleitet. Im Fokus steht derzeit die Auswertung der Überwachungskameras und möglicher Spuren an den Buden.

Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle in der Region entgegen.

Fazit

Schorndorf wurde an einem Tag getroffen, an dem die Gemeinde eigentlich feiern wollte. Doch statt Verunsicherung dominiert Solidarität: Der Christkindlmarkt öffnete und zeigte, wie stark ein Ort zusammenstehen kann.
Wer Hinweise zur Tat hat, sollte diese der Polizei übermitteln.

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FAQ

Was ist beim Christkindlmarkt in Schorndorf passiert?

Unbekannte versuchten in der Nacht zum ersten Advent mehrere Marktbuden mit Petroleum anzuzünden. Durch Zufall wurde das Feuer früh entdeckt.

Gibt es Videoaufnahmen?

Ja. Eine Überwachungskamera filmte den oder die Täter gegen 4 Uhr am Kirchplatz.

Konnte die Veranstaltung stattfinden?

Ja. Die Feuerwehr verhinderte Schlimmeres, der Markt öffnete wie geplant.

Ermittlungen: Was ist bekannt?

Die Polizei ermittelt wegen versuchter schwerer Brandstiftung und bittet um Zeugenhinweise.

Wie reagiert die Gemeinde?

Bürgermeister Schmaderer spricht von einem Anschlag auf das Ehrenamt und ruft zur Unterstützung der Vereine auf.

Quellen

  • Bayerischer Rundfunk (BR)
  • Mittelbayerische Zeitung

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