Tief „Gunda“ bringt Blitzeis – Schulen bleiben zu

Tief „Gunda“ bringt Blitzeis – Schulen bleiben zu
Tief „Gunda“ bringt gefrierenden Regen und legt vielerorts Verkehr und Schulbetrieb lahm © Presse.Online

Blitzeis durch Tief „Gunda“: Glätte legt Verkehr lahm, Schulen bleiben geschlossen

Gefrierender Regen sorgt zu Wochenbeginn in weiten Teilen Deutschlands für gefährliche Glätte. Besonders in der West- und Südhälfte fallen Schulen aus, während Behörden und Verkehrsexperten vor unnötigen Fahrten warnen.

Aktuelle Lage und Maßnahmen

Nach Angaben von Meteorologen führt Tief „Gunda“ verbreitet zu Blitzeis, vor allem auf Straßen und Gehwegen. Der ntv-Meteorologe Rainer Buchhop spricht von einer weiterhin „hohen Glättegefahr“, die sich im Tagesverlauf noch verschärfen könne.

Auch die Politik warnt. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erklärte gegenüber der „Bild“-Zeitung, die Situation sei „noch nicht vorbei“. Ziel müsse es sein, Risiken für Pendlerinnen und Pendler sowie für den Schülerverkehr zu minimieren.

Schulschließungen und Unterrichtsausfälle

Besonders betroffen ist Nordrhein-Westfalen: Im bevölkerungsreichsten Bundesland bleiben die Schulen geschlossen, es wird lediglich eine Notbetreuung angeboten. Auch Niedersachsen und Bremen haben den Präsenzunterricht ausgesetzt. In Niedersachsen begründen die Behörden dies mit einem nicht sicher zu gewährleistenden Schülertransport; Ausnahmen gelten auf den ostfriesischen Inseln.

In Bremen findet Distanzunterricht statt. Schulbusse verkehren dort nicht. Eine Sprecherin des Bildungsressorts betonte, Ziel sei es, „Risiken auf den Schulwegen zu vermeiden und die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern sowie Beschäftigten zu gewährleisten“.

Verkehr, Polizei und Bahn

Der ADAC rät eindringlich, auf nicht notwendige Autofahrten zu verzichten. Gerade bei Blitzeis könne selbst geringe Geschwindigkeit gefährlich werden. In der Nacht meldeten Polizeibehörden zunächst keine glättebedingten Unfälle, wiesen jedoch darauf hin, dass sich die Lage im Laufe des Tages zuspitzen könne.

Die Deutsche Bahn rechnet trotz der Warnungen nur mit kleineren Einschränkungen. Am vergangenen Wochenende hatte Wintersturm „Elli“ den Fernverkehr im Norden erheblich beeinträchtigt. Der Infrastrukturchef der DB-Tochter DB InfraGo, Philipp Nagl, erklärte, man erwarte keine vergleichbaren Ausfälle, schließe aber regionale Verzögerungen nicht aus.

Analyse & Einordnung

Die aktuelle Wetterlage zeigt erneut, wie anfällig Verkehr und Bildungssystem bei Extremwetter sind. Blitzeis gilt als besonders tückisch, da es oft plötzlich auftritt und präventive Streumaßnahmen nur begrenzt wirken. Für Familien bedeutet dies kurzfristige Organisation zu Hause, für Unternehmen potenzielle Ausfälle durch verspätete oder ausbleibende Mitarbeitende.

Zugleich unterstreicht die Situation die wachsende Bedeutung von Distanzunterricht und Homeoffice als flexible Instrumente in Ausnahmelagen. Kommunen und Länder stehen vor der Herausforderung, Sicherheit und Funktionsfähigkeit des Alltags in Einklang zu bringen.

Fazit:

Tief „Gunda“ hält Deutschland weiterhin in Atem. Behörden setzen auf Vorsicht, Schulschließungen und Appelle an die Bevölkerung. Wie stark sich die Lage noch verschärft, hängt vom weiteren Wetterverlauf ab. Klar ist: Umsicht und Zurückhaltung im Verkehr bleiben entscheidend.

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FAQ

Was ist Blitzeis?
Blitzeis entsteht, wenn Regen auf gefrorene Flächen trifft und sofort vereist. Straßen und Gehwege werden extrem rutschig.

Welche Bundesländer sind besonders betroffen?
Vor allem Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen haben Schulschließungen oder Distanzunterricht angeordnet.

Sollte man aktuell Auto fahren?
Experten raten, unnötige Fahrten zu vermeiden. Selbst geringe Geschwindigkeiten können bei Blitzeis gefährlich sein.

Wie reagiert der Bahnverkehr?
Die Deutsche Bahn rechnet überwiegend mit kleineren Einschränkungen, schließt regionale Verzögerungen aber nicht aus.

Quellen:

  • Deutscher Wetterdienst (DWD): Warnlagenberichte zu gefrierendem Regen

  • Landesregierungen NRW, Niedersachsen, Bremen: offizielle Mitteilungen zu Schulschließungen

  • ADAC: Verkehrswarnungen bei Blitzeis

  • Deutsche Bahn / DB InfraGo: Statements zum Bahnverkehr

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