Schüsse bei Rave in Aarau

Schüsse bei Rave in Aarau
Nach Schüssen bei einer Veranstaltung im Aarauer Schachen läuft ein Großeinsatz der Polizei. Das Bild zeigt keine Originalaufnahme des Vorfalls. © Presse.Online

Schüsse bei Rave in Aarau: Polizei meldet mehrere Opfer

Bei einem Rave auf der Pferderennbahn im schweizerischen Aarau sind in der Nacht zum Sonntag mehrere Schüsse gefallen. Die Kantonspolizei Aargau bestätigte einen Großeinsatz und sprach von „mehreren Opfern“.

Wie viele Menschen verletzt wurden und ob es Todesopfer gibt, war zunächst nicht amtlich bekannt. Ebenfalls offen ist, wer die Schüsse abgegeben hat und ob Verdächtige festgenommen wurden.

Schüsse fielen kurz nach 2.30 Uhr

Die ersten Meldungen über Schüsse seien kurz nach 2.30 Uhr bei der Polizei eingegangen, sagte Polizeisprecher Pascal Wenzel der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Einsatz konzentriert sich auf die Pferderennbahn im Aarauer Schachen.

Dort hatte am Samstag der „Aarauer Rave Vol. 7“ stattgefunden. Laut Veranstaltungsankündigung lief das elektronische Musikfestival am 29. August von 15 bis 2 Uhr. Der Veranstalter hatte mit rund 3.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern geworben.

Polizeisprecherin Vanessa Rumpold erklärte gegenüber der Schweizer Zeitung „Blick“, es sei noch nicht klar, was genau vorgefallen sei. Nach ihren Angaben kam es zu mehreren Schussabgaben im Bereich einer größeren Personengruppe.

Aufnahmen, die „Blick“ nach eigenen Angaben von einem Leser erhielt, sollen eine schnelle Folge lauter Knallgeräusche dokumentieren. Presse.Online konnte das Material nicht unabhängig auf Entstehungsort und Aufnahmezeit prüfen.

Augenzeugen suchten Schutz unter dem DJ-Pult

Mehrere Medien berichten unter Berufung auf Augenzeugen, dass Besucher die Geräusche zunächst für Feuerwerk gehalten hätten. Erst nach dem Ruf „Alle runter!“ hätten Menschen Schutz gesucht. Eine Gruppe soll sich unter beziehungsweise hinter dem DJ-Pult verborgen haben.

Diese Schilderungen geben persönliche Wahrnehmungen aus einer unübersichtlichen Situation wieder. Sie liefern bislang keine gesicherten Erkenntnisse über den Ablauf, die Zahl der Schützen oder ein mögliches Tatmotiv.

Die Polizei fordert Personen, die den Vorfall gefilmt oder fotografiert haben, auf, das Material zur Verfügung zu stellen. Solche Aufnahmen könnten helfen, den genauen Ablauf und mögliche Verantwortliche zu ermitteln.

Polizei sperrt Aarauer Schachen weiträumig ab

Kantonspolizei, Feuerwehr und mehrere Rettungsdienste sind im Einsatz. Nach Angaben des Schweizer Radios und Fernsehens unterstützt auch das Kantonale Katastrophen Einsatzelement des Kantons Aargau die Einsatzkräfte. Über Aarau wurde zudem ein Super-Puma-Helikopter der Schweizer Armee beobachtet. Welche konkrete Aufgabe der Hubschrauber übernimmt, ist nicht öffentlich bekannt.

Das Gebiet rund um die Pferderennbahn wurde weiträumig abgesperrt. Die Kantonspolizei forderte die Bevölkerung am Sonntagmorgen erneut auf, dem Aarauer Schachen fernzubleiben. Auch das nahe gelegene Schwimmbad Aarau bleibt wegen des laufenden Einsatzes bis auf Weiteres geschlossen.

Berichte, nach denen mögliche Täter auf der Flucht seien, waren zum Veröffentlichungszeitpunkt nicht amtlich bestätigt. Aus dem Polizeiaufruf, das Gebiet zu meiden, lässt sich allein keine gesicherte Aussage zur Täterlage ableiten.

Zahl der Opfer und Hintergründe weiterhin offen

Die Bezeichnung „mehrere Opfer“ lässt derzeit nicht erkennen, wie viele Menschen betroffen sind und wie schwer ihre Verletzungen sind. Auch mögliche Todesfälle wurden von der Kantonspolizei zunächst nicht bestätigt.

Ungeklärt sind zudem die Zahl der beteiligten Personen, die verwendeten Waffen, der unmittelbare Tatablauf und das Motiv. Die Polizei kündigte weitere Informationen an. Wegen der dynamischen Lage muss der Bericht aktualisiert werden, sobald die Behörden eine bestätigte Opferbilanz oder Erkenntnisse zur Täterschaft veröffentlichen.

Offene Fragen

  • Wie viele Menschen wurden verletzt oder getötet?
  • Wurden Tatverdächtige identifiziert oder festgenommen?
  • Richteten sich die Schüsse gezielt gegen bestimmte Personen?
  • Welches Motiv prüfen Polizei und Staatsanwaltschaft?
  • Wann können Besucher das abgesperrte Gebiet verlassen beziehungsweise persönliche Gegenstände abholen?

Quellen und Transparenz

🔔 Unabhängiger Journalismus lebt von Reichweite. Folgen Sie auf X, Linkedin oder Instagram und bleiben Sie informiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert