Fort-Hood-Täter: Hinrichtung soll live übertragen werden

Fort-Hood-Täter: Hinrichtung soll live übertragen werden
Texas plant Hinrichtung von Fort-Hood-Täter Nidal Hasan. © KI-generiertes Symbolbild

Texas: Hinrichtung von Fort-Hood-Täter soll live übertragen werden

Die geplante Hinrichtung des Fort-Hood-Attentäters Nidal Malik Hasan soll live übertragen werden. Pentagon-Beamte bestätigten die Absicht am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press. Zuvor hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth angekündigt, die Öffentlichkeit solle die Vollstreckung verfolgen können. Wie die Übertragung zugänglich gemacht werden soll, ist bislang nicht bekannt.

Die US-Armee hat den Termin bereits festgesetzt: Hasan soll am 3. Dezember 2026 um 13 Uhr Ortszeit auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas durch ein Erschießungskommando sterben. Präsident Donald Trump genehmigte das Todesurteil nach Angaben der Armee am 2. Oktober. Der amtierende Army Secretary Adam Telle ordnete anschließend die Vollstreckung an.

Pentagon kündigt Livestream an, Einzelheiten fehlen

Hegseth hatte im Gespräch mit dem konservativen Sender Real America’s Voice erklärt, Menschen sollten die Hinrichtung öffentlich beobachten können. Pentagon-Beamte präzisierten diese Ankündigung am 8. Oktober: Geplant sei ein Livestream, weitere Informationen würden folgen.

Damit ist die Übertragung angekündigt. Eine Plattform oder konkrete Zugangsbedingungen wurden jedoch noch nicht genannt. Aus der Ankündigung lässt sich deshalb nicht ableiten, dass die Aufnahmen ohne Einschränkungen weltweit abrufbar sein werden. Axios berichtet ebenfalls, dass der Übertragungsort offen ist.

13 Menschen starben bei dem Angriff in Fort Hood

Hasan war Major und Psychiater der US-Armee. Am 5. November 2009 eröffnete er in einem medizinischen Gebäude des Stützpunkts das Feuer. Dort warteten Soldaten auf Untersuchungen zur Vorbereitung ihrer Entsendung. Er tötete 13 Menschen und verletzte 32 weitere.

Ein Militärgericht verurteilte Hasan im August 2013 zum Tode. Seitdem sitzt er in Fort Leavenworth im Bundesstaat Kansas in Haft. Die geplante Vollstreckung würde ihn an den Ort seines Angriffs zurückbringen.

Erste US-Militärhinrichtung seit 1961 geplant

Sollte das Urteil vollstreckt werden, wäre es die erste Hinrichtung durch das US-Militär seit 1961. Damals wurde der Soldat John Bennett in Fort Leavenworth gehängt. Die letzte Hinrichtung durch ein Erschießungskommando der US-Armee fand 1945 statt.

Für militärische Todesurteile ist die Zustimmung des Präsidenten erforderlich. Die Armee verweist auf ihre Vorschrift 190-55, nach der der Vollstreckungstermin zwischen 60 und 150 Tagen nach dieser Zustimmung liegen muss. Im Fall Hasan hatte der Supreme Court am 31. März 2025 eine Überprüfung seiner Verurteilung abgelehnt.

Der festgesetzte Termin bedeutet dennoch nicht, dass die Hinrichtung sicher an diesem Tag stattfindet. Nach Angaben des Death Penalty Information Center kann Hasan weiterhin eine Überprüfung vor zivilen Bundesgerichten anstreben. Ein entsprechendes Verfahren könnte die Vollstreckung verzögern.

Übertragung wirft Fragen zur Würde des Verurteilten auf

Die geplante öffentliche Übertragung wird unterschiedlich bewertet. Die Rechtsprofessorin Deborah Denno von der Fordham University erklärte gegenüber AP, ein Livestream könne sichtbar machen, was die Todesstrafe tatsächlich bedeutet, und so Transparenz schaffen.

Elisabeth Semel, Mitdirektorin der Death Penalty Clinic an der University of California, Berkeley, verwies dagegen auf Fragen zur Würde des Verurteilten, zum möglichen Publikum und zur Absicht der Regierung. Eine staatlich organisierte Übertragung müsse auch unter diesen Gesichtspunkten geprüft werden.

Quellen und Transparenz

Transparenz: Der Vollstreckungstermin ist amtlich veröffentlicht. Die Bestätigung des Livestreams beruht auf Nachrichtenagenturberichten unter Berufung auf das Pentagon. Einzelheiten zur Übertragung stehen aus.

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