Bayern-Umfrage: AfD rückt näher an Söders CSU
Bayern-Umfrage: AfD verkürzt Abstand zu Söders CSU um sechs Punkte
Umfrage für „17:30 SAT.1 Bayern“ erreicht die Partei von Ministerpräsident Markus Söder 37 Prozent. Die AfD folgt mit 22 Prozent. Gegenüber der Erhebung vom März verliert die CSU zwei Prozentpunkte, während die AfD vier hinzugewinnt.
Damit verändert sich das Kräfteverhältnis zwischen den beiden Parteien erheblich: Im März trennten CSU und AfD noch 21 Prozentpunkte, jetzt sind es 15. Die AfD hat rechnerisch sechs Punkte auf die CSU aufgeholt. Ihr eigener Umfragewert steigt jedoch um vier Punkte. Der übrige Teil der Annäherung entsteht durch die Verluste der CSU.
CSU bleibt vorne, AfD baut zweiten Platz aus
Die Grünen kommen in der neuen Erhebung auf 15 Prozent. Es folgen die Freien Wähler mit zehn und die SPD mit sechs Prozent. Die Linke erreicht drei Prozent, die FDP zwei Prozent. Beide lägen damit unter der Fünfprozenthürde.
Der Vergleich mit März zeigt, wo sich die Gewichte verschieben:
| Partei | März 2026 | Oktober 2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| CSU | 39 % | 37 % | −2 Prozentpunkte |
| AfD | 18 % | 22 % | +4 Prozentpunkte |
| Grüne | 13 % | 15 % | +2 Prozentpunkte |
| Freie Wähler | 10 % | 10 % | unverändert |
| SPD | 7 % | 6 % | −1 Prozentpunkt |
| Linke | 3 % | 3 % | unverändert |
| FDP | 2 % | 2 % | unverändert |
Quelle: GMS-Erhebungen für SAT.1 Bayern, dokumentiert bei Wahlrecht.de. Die Märzwerte veröffentlicht GMS auch auf seiner eigenen Internetseite. Wahlumfragen zur Landtagswahl in Bayern
Der Vergleichsmaßstab verändert das Bild
Für die CSU fällt die Bilanz gegenüber der vorherigen GMS-Erhebung negativ aus. Gegenüber der Landtagswahl 2023 wäre ihr Stimmenanteil dagegen unverändert: Damals erzielte sie ebenfalls 37 Prozent.
Die AfD liegt mit ihrem neuen Umfragewert deutlich über ihrem damaligen Wahlergebnis von 14,6 Prozent. Die Freien Wähler würden hingegen hinter ihren 15,8 Prozent von 2023 zurückbleiben.
Für Söder bedeutet das: Seine Partei liegt weiterhin klar an erster Stelle, doch der Abstand zur AfD ist kleiner geworden. Aus der Sonntagsfrage lässt sich allerdings nicht ableiten, weshalb sich Befragte anders entscheiden oder ob frühere CSU-Wähler unmittelbar zur AfD wechseln. Dafür wären gesonderte Daten zur Wählerwanderung nötig.
Was die Erhebung aussagt
Nach der Dokumentation von Wahlrecht.de wurden für die aktuelle Umfrage vom 14. bis 19. Oktober 2026 insgesamt 1.011 Menschen befragt. Der Vergleichswert stammt aus der am 3. März veröffentlichten GMS-Erhebung. Zwischen beiden Messungen liegen damit mehr als sieben Monate. Wahlumfragen zur Landtagswahl in Bayern
Die Ergebnisse beschreiben die Wahlabsicht zum Befragungszeitpunkt. Sie sind keine Vorhersage für die nächste Landtagswahl. Auch die ausgewiesenen Veränderungen unterliegen den Unsicherheiten von Wahlumfragen; aus den gerundeten Prozentwerten allein lässt sich ihre statistische Signifikanz nicht bestimmen.
Quellen und Transparenz:
Grundlage sind die dokumentierten GMS-Ergebnisse bei Wahlrecht.de, die GMS-Veröffentlichung zur März-Erhebung und die dpa-Berichterstattung vom 19. Oktober. Die sechs Punkte beim Abstand wurden aus den veröffentlichten Parteiwerten berechnet. Auf der abgerufenen GMS-Seite war die Oktober-Erhebung noch nicht enthalten. Eine Reaktion Söders wird mangels vorliegender Stellungnahme nicht wiedergegeben.
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