Zwei Frauen tot: Kanada sucht nach beteiligten Bären

Zwei Frauen tot: Kanada sucht nach beteiligten Bären
Ein Grizzlybär am Waldrand. Nach dem Tod zweier Frauen bei Bella Coola untersuchen die Behörden einen mutmaßlichen Bärenangriff. Symbolbild.

Kanada: Mutter und Tochter nach mutmaßlichem Bärenangriff tot

Nahe Bella Coola haben Einsatzkräfte die Leichen einer 48-Jährigen und ihrer 20-jährigen Tochter gefunden. Die Behörden vermuten einen Grizzlyangriff. Ob mehrere Tiere beteiligt waren, ist noch unklar.

Stand: 5. November 2026

Eine Mutter und ihre erwachsene Tochter sind im Westen Kanadas offenbar bei einem Grizzlyangriff ums Leben gekommen. Einsatzkräfte fanden die beiden Frauen im Gebiet des Snooka West Trail nahe Bella Coola in British Columbia. Die zuständige Wildtierschutzbehörde, der BC Conservation Officer Service, untersucht den Vorfall und sucht nach dem oder den beteiligten Bären.

Angehörige hatten die Frauen am Sonntag, dem 1. November, als vermisst gemeldet. Nach Angaben der Familie handelt es sich um eine 48-jährige Mutter und ihre 20-jährige Tochter.

Zweite Tote am Dienstag gefunden

Am Montag, dem 2. November, entdeckten Suchkräfte zunächst die sterblichen Überreste einer Person. Spuren am Fundort deuteten nach Angaben der Ermittler auf die Beteiligung eines Bären hin. Daraufhin wurden Beamte des Conservation Officer Service hinzugezogen.

Die zweite vermisste Person wurde am Dienstagnachmittag bei der gemeinsamen Suche von Wildtierschutzbeamten und der kanadischen Polizei RCMP tot gefunden. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur The Canadian Press unter Berufung auf Behördeninspektor Jeff Tyre.

Wie genau es zu dem mutmaßlichen Angriff kam, ist bislang nicht geklärt. Auch der Zeitpunkt wurde in den ausgewerteten Behördenangaben nicht näher eingegrenzt.

Behörden schließen mehrere beteiligte Bären nicht aus

Tyre erklärte am Mittwoch, es sei noch unklar, ob mehr als ein Bär an dem Angriff beteiligt gewesen sei. Die Suche nach den Tieren dauere an. Nach seiner von UPI wiedergegebenen Erklärung war bis dahin kein Bär gefangen worden.

Gefangene Tiere sollen zunächst untersucht werden. Wird festgestellt, dass ein Bär für den tödlichen Angriff verantwortlich war, soll er nach den Richtlinien der Provinz zum Schutz der Bevölkerung getötet werden.

Die Behörden fordern Einwohner und Besucher auf, das Gebiet des Snooka West Trail zu meiden. Auch die Regionalverwaltung Central Coast Regional District hat dazu aufgerufen, die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen. Der Bereich müsse aus Sicherheitsgründen und für die Ermittlungen freigehalten werden.

Bereits 2025 wurde eine Schulgruppe angegriffen

In derselben Region hatte ein Grizzly im November 2025 eine Gruppe von Grundschulkindern und Lehrkräften angegriffen. Nach Angaben von The Canadian Press wurden dabei ein Erwachsener und drei Kinder schwer verletzt.

Trotz einer umfangreichen Suche wurde der damals verantwortliche Bär nicht gefangen. Ein Zusammenhang mit dem jetzigen Vorfall ist nicht belegt.

Die Ermittlungen zum Tod der beiden Frauen dauern an. Offen bleibt insbesondere, welches Tier oder welche Tiere beteiligt waren und wie es zu der Begegnung kam.

Quellen und Transparenz

Die aktuellen Erklärungen des Conservation Officer Service wurden über die genannten Medienberichte ausgewertet. Der genaue Ablauf des mutmaßlichen Angriffs ist nicht abschließend geklärt.

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