Leichenteile statt Flugzeugmaterial

Leichenteile statt Flugzeugmaterial
Systembild: Schock bei FACC: Mitarbeiterin findet menschliche Überreste in Kühlpaketen © Presse.Online

Schock bei FACC: Mitarbeiterin findet menschliche Überreste in Kühlpaketen

Eine Mitarbeiterin des österreichischen Flugzeugzulieferers FACC hat in St. Martin im Innkreis in Oberösterreich eine erschütternde Entdeckung gemacht: In mehreren angelieferten Kühlpaketen lagen keine erwarteten Kunststoffmaterialien, sondern menschliche Überreste.

Der Vorfall ereignete sich am Montagnachmittag am FACC-Standort im Bezirk Ried. Nach Berichten des ORF Oberösterreich waren acht Kühlpakete bei dem Luftfahrttechnikunternehmen eingetroffen. Die Firma hatte eigentlich sogenannte Faser-Matrix-Halbzeuge erwartet, also vorgefertigtes Kunststoff-Rohmaterial, das in der Luftfahrttechnik verwendet wird.

Das Wichtigste in Kürze

Vorfall: Eine FACC-Mitarbeiterin fand menschliche Überreste in Kühlpaketen.
Ort: St. Martin im Innkreis, Oberösterreich.
Betroffen: Das Luftfahrttechnikunternehmen FACC.
Ursache: Offenbar wurden Luftfrachtsendungen am Flughafen München verwechselt.
Status: Die Polizei sieht keinen strafbaren Hintergrund.
Folge: Die Pakete wurden an ein Forschungslabor in Deutschland weitergeleitet.

Mitarbeiterin öffnet Kühlbox und findet Torso

Nach Angaben mehrerer österreichischer Medien öffnete die 30-jährige Mitarbeiterin zunächst eine der Kühlboxen. Darin befand sich demnach ein menschlicher Torso. Auch in den weiteren Paketen lagen menschliche Überreste.

Für die Frau war der Fund ein erheblicher Schock. Sie informierte zunächst ihre Vorgesetzten, anschließend wurde die Polizei eingeschaltet.

Polizei: Kein Hinweis auf Straftat

Die Ermittlungen ergaben nach Angaben der Polizei rasch, dass kein strafrechtlich relevanter Hintergrund vorliegt. Bei den menschlichen Überresten handelte es sich demnach um Material, das für medizinische Untersuchungen bestimmt war.

Die Sendung hätte eigentlich an ein Forschungslabor in Deutschland geliefert werden sollen. Nach bisherigem Stand kamen sowohl die für FACC bestimmten Kunststoffmaterialien als auch die menschlichen Überreste mit Luftfracht aus den USA an. Am Flughafen München soll es dann mutmaßlich zu der Verwechslung gekommen sein.

Pakete inzwischen am richtigen Ziel angekommen

Die Behörden kümmerten sich laut ORF darum, dass die Kühlpakete an den vorgesehenen Empfänger weitergeleitet wurden. Die menschlichen Überreste sollen inzwischen beim Forschungslabor in Deutschland angekommen sein.

Unklar war zunächst, wohin die eigentlich für FACC bestimmte Lieferung mit den Kunststoffmaterialien gelangt war. Spätere Berichte unter Berufung auf die Polizei meldeten, auch FACC habe die richtige Lieferung inzwischen erhalten.

Der Fall zeigt, wie sensibel internationale Luftfrachtketten sein können, wenn medizinisches Material und Industriegüter über dieselben Umschlagpunkte transportiert werden. Für das Unternehmen blieb es nach bisherigem Stand bei einem außergewöhnlichen Logistikfehler. Für die betroffene Mitarbeiterin dürfte der Moment des Öffnens der Pakete jedoch schwer zu vergessen sein.

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FAQ

Was ist bei FACC in Oberösterreich passiert?
Bei dem Flugzeugzulieferer FACC in St. Martin im Innkreis wurden mehrere Kühlpakete angeliefert. Eine Mitarbeiterin entdeckte beim Öffnen menschliche Überreste statt des erwarteten Kunststoffmaterials.

Was hätte FACC eigentlich erhalten sollen?
Das Unternehmen erwartete Faser-Matrix-Halbzeuge. Dabei handelt es sich um vorgefertigtes Kunststoff-Rohmaterial, das in der Luftfahrttechnik eingesetzt wird.

Woher kamen die Pakete?
Nach bisherigen Angaben kamen die Sendungen aus den USA per Luftfracht. Offenbar wurden sie nach der Ankunft am Flughafen München verwechselt.

Waren die menschlichen Überreste Teil eines Verbrechens?
Nein. Die Polizei erklärte nach ersten Ermittlungen, dass kein strafrechtlich relevanter Hintergrund vorliegt.

Wofür waren die menschlichen Überreste bestimmt?
Die Überreste waren nach Polizeiangaben für medizinische Untersuchungen vorgesehen und sollten an ein Forschungslabor in Deutschland geliefert werden.

Was geschah mit den falsch gelieferten Paketen?
Die Behörden sorgten dafür, dass die Kühlpakete an den vorgesehenen Empfänger weitergeleitet wurden. Die Sendung soll inzwischen beim Forschungslabor angekommen sein.

Ist bekannt, wo die eigentliche FACC-Lieferung gelandet ist?
Zunächst war unklar, wohin die Kunststoffmaterialien geliefert wurden. Spätere Berichte meldeten, dass FACC die richtige Lieferung inzwischen erhalten habe.

Quellenangaben

Quellen: ORF Oberösterreich, Landespolizeidirektion Oberösterreich, Tiroler Tageszeitung, t-online, oe24, aeroTELEGRAPH.

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