Drohung gegen PACE-Museum

Drohung gegen PACE-Museum
Systembild: Das PACE Automobil Museum in Dortmund ist nach anonymen Drohanrufen Gegenstand eines Polizeieinsatzes. © KI-generierte Illustration

Drohung gegen PACE-Museum: Polizei im Einsatz

Die Polizei ist am Freitagnachmittag am PACE Automobil Museum von Jean Pierre „JP“ Kraemer in Dortmund im Einsatz. Vorausgegangen waren nach einem Bericht der „Bild“ anonyme Anrufe mit einer Drohung gegen den Betrieb.

Das Museum wurde demnach geräumt. Auch andere Dortmunder Geschäfte des Unternehmers sollen für den restlichen Freitag geschlossen bleiben. Eine öffentlich zugängliche Mitteilung der Polizei mit näheren Angaben zur Gefährdungslage lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Anonyme Anrufe sollen Drohung enthalten haben

Nach Informationen der „Bild“ erhielten Mitarbeiter anonyme Anrufe. Dabei soll angekündigt worden sein, dass der Betrieb „auseinandergenommen“ werde. Das Medium ordnet die Anrufe als Anschlagsdrohung ein.

Kraemers Anwalt informierte dem Bericht zufolge die Polizei. Die Polizei Dortmund bestätigte der Zeitung den laufenden Einsatz. Unabhängig bestätigt sind damit der Polizeieinsatz und die polizeiliche Befassung; die konkrete Formulierung und der mutmaßliche Hintergrund der Anrufe beruhen bislang auf dem Medienbericht.

Unklar ist, wer hinter der Drohung steckt, ob die Polizei sie als konkrete Gefahr bewertet und ob sich die Anrufe ausschließlich gegen das Museum oder auch gegen andere Standorte und Beschäftigte richteten.

Kraemer räumt körperlichen Übergriff ein

Der Einsatz folgte wenige Stunden nach Berichten über Vorwürfe häuslicher Gewalt gegen Kraemer. Ausgangspunkt ist ein Polizeieinsatz vom 26. Juli 2026 an einem Dortmunder Wohnhaus, das Medienberichten zufolge dem Unternehmer gehört.

Die Polizei bestätigte gegenüber den „Ruhr Nachrichten“, dass gegen einen 45-jährigen Dortmunder eine Strafanzeige wegen des Verdachts der vorsätzlichen einfachen Körperverletzung und Sachbeschädigung gefertigt worden sei. Abschließende Feststellungen zu einer möglichen strafrechtlichen Verantwortung sind damit nicht verbunden.

Kraemer äußerte sich am 28. August in einem Video auf dem YouTube-Kanal von JP Performance. Darin räumte er ein, seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau während einer Auseinandersetzung eine Kette vom Hals gerissen und sie mit der flachen Hand geschlagen zu haben. „Das war nicht in Ordnung von mir“, sagte Kraemer.

Weitere Schilderungen in dem Video geben Kraemers eigene Darstellung des Konflikts wieder. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben liegt bislang nicht vor. Zum Schutz der betroffenen Frau nennt Presse.Online keine darüber hinausgehenden persönlichen Einzelheiten.

Mehrere Dortmunder Betriebe sollen schließen

Nach Angaben der „Bild“ sollen neben dem PACE-Museum auch weitere Geschäfte Kraemers am Freitag geschlossen bleiben. Welche Standorte konkret betroffen sind und ob die Schließungen polizeilich angeordnet oder vorsorglich durch die Betreiber veranlasst wurden, geht aus den bislang öffentlich vorliegenden Informationen nicht eindeutig hervor.

Die unmittelbare Folge der Drohung betrifft damit nicht nur Besucher des Museums, sondern möglicherweise auch Beschäftigte und Kunden weiterer Betriebe. Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten liegen nicht vor.

Das PACE Automobil Museum am Dortmunder Westfalendamm wurde 2022 eröffnet. Auf mehreren Etagen werden unter anderem Rennwagen, Filmfahrzeuge und Fahrzeuge aus Kraemers Sammlung gezeigt. Das Museum gehört neben JP Performance zu den bekanntesten Projekten des Unternehmers.

Ermittlungen zu den Anrufen laufen

Offen bleibt, wie die Sicherheitsbehörden die Drohung bewerten und ob Ermittler die anonymen Anrufer bereits identifizieren konnten. Auch zu möglichen strafrechtlichen Ermittlungen wegen der Drohung wurden bislang keine Einzelheiten veröffentlicht.

Für die Berichterstattung sind zwei Vorgänge voneinander zu trennen: die Ermittlungen nach dem Polizeieinsatz vom 26. Juli und die neue Drohung gegen Kraemers Unternehmen. Die öffentlich gewordenen Gewaltvorwürfe bilden nach dem „Bild“-Bericht möglicherweise den Anlass der Anrufe. Ein Motiv oder eine Täterschaft ist jedoch nicht nachgewiesen.

Offene Fragen

  • Wie konkret war die Gefährdung für das PACE-Museum und seine Beschäftigten?
  • Welche Standorte wurden tatsächlich geschlossen?
  • Beruhten die Schließungen auf einer polizeilichen Anordnung oder einer betrieblichen Vorsichtsmaßnahme?
  • Gibt es Tatverdächtige oder Erkenntnisse zur Herkunft der anonymen Anrufe?
  • Wann können das Museum und die weiteren betroffenen Betriebe wieder öffnen?

Quellen und Transparenz

  • Polizei Dortmund: Aktuelle Pressemitteilungen, abgerufen am 28. August 2026; zum Zeitpunkt der Recherche keine gesonderte öffentlich auffindbare Mitteilung zur Drohung.
  • JP Performance: Stellungnahme von Jean Pierre Kraemer auf dem offiziellen YouTube-Kanal, veröffentlicht am 28. August 2026; Primärquelle für Kraemers eigene Darstellung.
  • Bild: Bericht „Anschlagsdrohung gegen Automuseum von JP Kraemer“, veröffentlicht am 28. August 2026; Medienbericht über die anonymen Anrufe, den Polizeieinsatz und die Schließungen.
  • Ruhr Nachrichten: Berichterstattung zum Polizeieinsatz vom 26. Juli 2026; Medienbericht mit Auskunft der Polizei Dortmund.
  • Auto Bild: „Häusliche Gewalt? JP Kraemer stellt Zukunft von JP Performance infrage“, 28. August 2026; ergänzende Wiedergabe der Stellungnahme.

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