Neue Umfrage: AfD neun Punkte vor der Union

Neue Umfrage: AfD neun Punkte vor der Union
Systembild: Der neue Insa-Sonntagstrend zeigt deutliche Abstände zwischen den Parteien. Wahlumfragen bilden jedoch nur die politische Stimmung während des Befragungszeitraums ab. © KI-generierte Illustration

AfD bleibt bei 29 Prozent, Union fällt auf 20 Prozent

Berlin. Die AfD behauptet im neuen Insa-Sonntagstrend mit 29 Prozent ihren bisherigen Spitzenwert. CDU und CSU kommen zusammen nur noch auf 20 Prozent und liegen damit neun Punkte hinter der AfD.

Bewegung gibt es vor allem hinter den beiden stärksten Parteien. Die Grünen legen um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent zu. Die Linke verbessert sich ebenfalls um einen Punkt und erreicht 11 Prozent. Auch die FDP gewinnt einen Punkt und steht nun bei 5 Prozent.

AfD unverändert, Union verliert einen Punkt

An der Spitze der Umfrage verändert sich die Reihenfolge nicht. Die AfD bleibt bei 29 Prozent, während die Union von 21 auf 20 Prozent fällt. Der Abstand zwischen beiden Parteien vergrößert sich damit von acht auf neun Prozentpunkte.

Die SPD erreicht unverändert 13 Prozent. Sie liegt damit einen Punkt hinter den Grünen und zwei Punkte vor der Linken. Zwischen den drei Parteien im politischen Mittelfeld liegen nach der aktuellen Erhebung lediglich drei Prozentpunkte.

Die Werte im Überblick:

  • AfD: 29 Prozent, unverändert
  • CDU/CSU: 20 Prozent, minus 1
  • Grüne: 14 Prozent, plus 1
  • SPD: 13 Prozent, unverändert
  • Linke: 11 Prozent, plus 1
  • FDP: 5 Prozent, plus 1
  • BSW: 3 Prozent, unverändert
  • Sonstige: 5 Prozent, minus 2

FDP erreicht rechnerisch die Fünfprozenthürde

Für die FDP ist der Anstieg auf 5 Prozent politisch besonders relevant. Die Partei würde nach dem reinen Umfragewert die Fünfprozenthürde erreichen. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass ihr Einzug in den Bundestag bei einer Wahl gesichert wäre.

Bereits geringe Abweichungen innerhalb der statistischen Unsicherheit könnten die FDP wieder unter die maßgebliche Marke drücken. Bei Bundestagswahlen werden Parteien grundsätzlich nur dann bei der Sitzverteilung berücksichtigt, wenn sie mindestens 5 Prozent der gültigen Zweitstimmen erhalten oder die Voraussetzungen der Grundmandatsklausel erfüllen.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht bleibt mit 3 Prozent klar unter der Fünfprozentmarke. Auf die sonstigen Parteien entfallen zusammen 5 Prozent und damit zwei Punkte weniger als in der Vorwoche.

Grüne ziehen an der SPD vorbei

Durch ihren Anstieg auf 14 Prozent liegen die Grünen nun vor der SPD. Die Sozialdemokraten verharren bei 13 Prozent und verlieren zwar nicht weiter, können von den Veränderungen bei den kleineren Parteien aber ebenfalls nicht profitieren.

Die Linke festigt mit 11 Prozent ihren Platz oberhalb der Fünfprozenthürde. Gegenüber dem Ergebnis der Bundestagswahl 2025, bei der sie bundesweit 8,8 Prozent der Zweitstimmen erreichte, weist der aktuelle Insa-Wert auf eine deutlich stärkere Unterstützung hin.

Besonders groß ist der Abstand zwischen Umfrage und Bundestagswahlergebnis bei der AfD: Im Februar 2025 erzielte die Partei 20,8 Prozent der Zweitstimmen. Der aktuelle Insa-Wert liegt 8,2 Prozentpunkte darüber. CDU und CSU kamen bei der Wahl gemeinsam auf 28,5 Prozent – 8,5 Punkte mehr als in der aktuellen Erhebung.

Der Vergleich zeigt eine Verschiebung der politischen Stimmung seit der Bundestagswahl. Er erlaubt jedoch keine Prognose darüber, wie sich die Wählerinnen und Wähler bei einer künftigen Wahl tatsächlich entscheiden würden.

Warum Umfragewerte keine Wahlergebnisse sind

Insa befragte für den neuen Sonntagstrend vom 14. bis 18. September 2026 insgesamt 1.202 Personen. Veröffentlicht wurde die Erhebung im Auftrag der „Bild am Sonntag“.

Wahlumfragen bilden die politischen Präferenzen zum Zeitpunkt der Befragung ab. Sie sind mit statistischen und methodischen Unsicherheiten verbunden. Bei Parteien, deren Werte nah beieinanderliegen, lässt sich deshalb aus einem Unterschied von einem Prozentpunkt kein gesicherter Vorsprung ableiten.

Nachlassende Parteibindungen und kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren zusätzlich die Gewichtung der erhobenen Daten. Auch der FDP-Wert von genau 5 Prozent sollte deshalb als Momentaufnahme und nicht als verlässliche Aussage über einen späteren Bundestagseinzug gelesen werden.

Quellen und Transparenz

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