Listen to Berlin Awards 2026: Die Gewinner in Berlin

Listen to Berlin Awards 2026: Die Gewinner in Berlin
AWARDS 2026 - Abschlussbild © Stefan Wieland

Listen to Berlin Awards 2026: Drei Preisträger teilen sich den Preis für Haltung

Die Weiße Rose, Mariybu & Ebow und das SO36 erhalten gemeinsam den Rolf Budde Award. Bei der Preisverleihung im Berliner Kesselhaus werden auch DammyDaas, Paoline Magnus und Tangerine Dream ausgezeichnet.

Stand: 4. November 2026

Beim Preis für Haltung blieb es diesmal nicht bei einer Entscheidung für einen einzelnen Nominierten: Die Berlin Music Commission hat bei den Listen to Berlin Awards 2026 alle drei Kandidaten dieser Kategorie ausgezeichnet. Die Weiße Rose, Mariybu & Ebow sowie das SO36 erhielten gemeinsam den Rolf Budde Award für Haltung in der Musikwirtschaft. Die elfte Ausgabe der Preisverleihung fand am Dienstagabend, 3. November, im nach Veranstalterangaben ausgebuchten Kesselhaus der Kulturbrauerei statt.

In sieben Kategorien würdigte die Berlin Music Commission (BMC) Musikerinnen und Musiker sowie Akteure, die das musikalische Leben der Hauptstadt mitgestalten. Den Ehrenpreis erhielt Tangerine Dream. DammyDaas gewann den Artist Award, Paoline Magnus den Youth Award.

Preis für Haltung geht an alle drei Nominierten

Mit der gemeinsamen Auszeichnung von Die Weiße Rose, Mariybu & Ebow und SO36 wich die Vergabe des Rolf Budde Awards vom üblichen Wettbewerb um einen einzelnen Gewinner ab. Nach Angaben der BMC wurden erstmals alle drei Nominierten geehrt.

Die Veranstalter begründen die Auswahl mit deren Einsatz für kulturelle Teilhabe, künstlerische Haltung und gesellschaftliches Engagement. Die Laudatio hielt Thomas Krüger, Präsident des Landesmusikrats Berlin.

Für BMC-Vorstandschef und Geschäftsführer Olaf „Gemse“ Kretschmar gehört zur Förderung der Musikszene auch, ihre Arbeitsbedingungen zu sichern. „Unsere Aufgabe ist es, Zukunft möglich zu machen: Freiräume sichern, neue Technologien mitgestalten und vor allem mit der nächsten Generation auf Augenhöhe zusammenarbeiten“, erklärte er anlässlich der Verleihung.

DammyDaas und Paoline Magnus ausgezeichnet

Den Listen to Berlin: Artist Award überreichte Sorvina an DammyDaas. Sie hatte die Auszeichnung 2024 selbst erhalten.

Paoline Magnus gewann den Youth Award 2026, nachdem sie den Abend bereits mit einem Live-Auftritt eröffnet hatte. Beide ausgezeichneten Acts sind auf der aktuellen Listen to Berlin Compilation vertreten. Die Zusammenstellung bildet die Grundlage für die beiden Künstlerkategorien und soll ausgewählte Berliner Musik einem breiteren Publikum zugänglich machen.

Auch die Arbeit hinter den Bühnen wurde gewürdigt: Loft Concerts erhielt den Preis für zukunftsorientiertes Wirtschaften. Aida Baghernejad wurde in der Kategorie Musikjournalismus und Podcasts ausgezeichnet.

„Menge Problems“ gewinnt die Publikumsabstimmung

Den Preis für den besten Song eines Berliner Acts gewann „Menge Problems“. Die vorliegende Ergebnismitteilung nennt als Interpreten Kilian437 & Eddy-T feat. MC Windhund.

Nach Angaben der BMC wurden bei der öffentlichen Abstimmung 6.000 Stimmen abgegeben. Das Voting fand gemeinsam mit den Medienpartnern FluxFM, Musikexpress und tipBerlin statt. Die Zahl bezieht sich auf die gesamte Abstimmung; wie viele Stimmen auf den Gewinnersong entfielen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Ehrenpreis für Tangerine Dream

Tangerine Dream erhielt den Ehrenpreis der Berlin Music Commission für den Einfluss der Formation auf die elektronische Musik. Die Laudatio hielt der BMC-Aufsichtsratsvorsitzende Sören Birke. In Videobotschaften würdigten Mark Reeder, Gudrun Gut, Rosa Anschütz und Schiller die Band.

Kulturstaatssekretärin Cerstin Richter-Kotowski hob anlässlich der Preisverleihung die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Berliner Musikszene hervor. Sie verwies auf deren internationale Anziehungskraft und bezeichnete es als Ziel, diese Sichtbarkeit zu erhalten und auszubauen.

Die Awards eröffneten zugleich die Veranstaltungsfolge der BMC mit Most Wanted: Music und Listen to Berlin: Youth. Dort stehen die Entwicklung der Musikbranche und der Zugang junger Menschen zu ihr im Mittelpunkt.

Quellen und Transparenz

  • Berlin Music Commission: bereitgestellte Pressemitteilung zu den Listen to Berlin Awards 2026, datiert auf den 4. November 2026. Primärquelle für Preisträger, Zitate, Auslastung und Abstimmungsergebnis. Eine öffentlich abrufbare Fassung dieser Ergebnismitteilung konnte nicht gefunden werden.
  • Listen to Berlin / Berlin Music Commission: „Shortlist, Jury und Programm stehen fest“, 1. Oktober 2026. Offizielle Vorabmitteilung zu Kategorien, Nominierten und Veranstaltungstermin. LISTEN TO BERLIN
  • Listen to Berlin: offizielle Veranstaltungsseite, abgerufen am 4. November 2026. Führt die Preisverleihung am 3. November im Kesselhaus sowie die anschließenden Veranstaltungsformate auf. listen-to-berlin.de

Die Ergebnisberichterstattung beruht auf Veranstalterangaben. Bei der Künstlerzuordnung von „Menge Problems“ gibt es eine abweichende Bezeichnung in der Vorabkommunikation: Dort wird der Titel unter GlenGang 030, Teuterekordz und MC Windhund geführt; die bereitgestellte Ergebnismitteilung nennt Kilian437 & Eddy-T feat. MC Windhund.

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