John Frieda ist tot: Starfriseur wurde 75 Jahre alt

John Frieda ist tot: Starfriseur wurde 75 Jahre alt
John Frieda wurde als Friseur prominenter Kundinnen und Gründer einer Haarpflegemarke bekannt. Er starb im Alter von 75 Jahren. © johnfriedasalons/ Instagram

John Frieda ist tot: Der Starfriseur, der auch Prinzessin Diana stylte

Er kreierte Joanna Lumleys Purdey-Schnitt und machte seinen Namen zur Haarpflegemarke. Nun ist der britische Friseur und Unternehmer John Frieda mit 75 Jahren gestorben. Sein Salon nahm öffentlich Abschied.

Stand: 4. November 2026

Der britische Starfriseur John Frieda ist tot. Sein Londoner Salon gab seinen Tod am Dienstag, 3. November, auf Instagram bekannt. Nach Angaben seines Teams starb er friedlich im Kreis seiner Familie. Frieda wurde 75 Jahre alt. Eine Todesursache wurde in der Mitteilung nicht genannt.

Das Team würdigte ihn als Mentor, der seine Mitarbeiter ausgebildet, an sie geglaubt und ihre Arbeit geprägt habe. Über die Mitteilung berichteten mehrere internationale Medien übereinstimmend.

Zu Friedas prominenten Kundinnen gehörten Prinzessin Diana und Madonna. Vielen Menschen war sein Name allerdings eher aus dem Drogerieregal bekannt: Mit seiner Haarpflegemarke erreichte er ein Publikum weit über seine Salons hinaus.

Der Purdey-Schnitt machte ihn bekannt

Eine seiner bekanntesten Arbeiten entstand 1976 für Joanna Lumley. Die Schauspielerin suchte eine markante Frisur für ihre Rolle als Purdey in der Fernsehserie „The New Avengers“. Frieda entwarf einen kurzen, rund geschnittenen Look, der unter dem Namen Purdey-Schnitt bekannt wurde.

Wie es dazu kam, erzählte er im Juni 2026 dem British Beauty Council. Lumley hatte eine seiner Arbeiten in der „Vogue“ gesehen und ihn daraufhin angerufen. Sie wollte wissen, ob ihr ein solcher Schnitt stehen würde. Frieda war überzeugt, ihn an sie anpassen zu können.

Die Aufmerksamkeit für Lumleys Frisur half auch seinem gerade eröffneten Salon. Nach Friedas Erinnerung waren die Termine anschließend für sechs Monate ausgebucht.

Eigentlich wollte er kein Friseur werden

Frieda kam aus einer Friseurfamilie: Schon sein Großvater und sein Vater übten den Beruf aus. Einen festen Berufswunsch habe er zunächst trotzdem nicht gehabt, berichtete er im Interview mit dem British Beauty Council. Er wollte die Schule verlassen und im Salon seines Vaters arbeiten. Der schickte ihn zu Leonard nach London.

Dort wurde Frieda bereits nach einem Monat zum Assistenten des Inhabers. Die Arbeit brachte ihn mit Modefotografen und Stylisten zusammen. Nach neun Jahren dachte er über einen Wechsel in die Immobilienbranche nach. Schließlich entschied er sich, auf seiner Erfahrung und seinem bereits aufgebauten Ruf aufzubauen.

1976 eröffnete er seinen ersten eigenen Salon in London. In diesem Jahr feierte das Geschäft sein 50-jähriges Bestehen.

Aus dem Salon wurde eine internationale Marke

Später baute Frieda das Geschäft mit Haarpflegeprodukten auf. Zu den bekannten Linien zählen Frizz Ease und Sheer Blonde. Die Produkte richteten sich an konkrete Bedürfnisse, etwa die Pflege von krausem oder blondem Haar.

2002 übernahm der japanische Konsumgüterkonzern Kao das Unternehmen John Frieda Professional Hair Care. Die Übernahme ist in der Unternehmenschronik dokumentiert. Die Marke trägt weiterhin den Namen ihres Gründers.

In seinem Interview zum Salonjubiläum sprach Frieda auch darüber, was von seiner Arbeit bleiben sollte. Ihn beschäftigten die Zukunft des Salons und die jungen Mitarbeiter. Er hoffe, dass sie die gemeinsam entwickelte Arbeitsweise fortführen würden.

Quellen und Transparenz

  • John Frieda Salon: Todesmitteilung auf Instagram, bekannt gegeben am 3. November 2026; ursprüngliche Primärquelle. Der Beitrag war nicht direkt abrufbar. Die Angaben wurden anhand übereinstimmender Medienberichte geprüft.
  • Parade: „Celebrity Hairstylist John Frieda Dead at Age 75“, 3. November 2026; ergänzender Bericht mit Wiedergabe der Salonmitteilung. Zum Bericht.
  • Business of Fashion: „Renowned British Hairstylist John Frieda Has Died“, 4. November 2026; ergänzender Bericht zu Todesmeldung, Kundinnen und beruflichem Werdegang. Zum Bericht.
  • British Beauty Council: „Five Decades, One Determined Vision: John Frieda Reflects on 50 Years in the Salon Business“, 23. Juni 2026; Originalinterview zu Ausbildung, Salon, Purdey-Schnitt und beruflichem Selbstverständnis. Zum Interview.
  • Kao: „Corporate History“, Unternehmenschronik; Primärquelle zur Übernahme von John Frieda Professional Hair Care im Jahr 2002. Zur Unternehmenschronik.
  • Kao: „John Frieda Reimagined with Striking Global Brand Relaunch“, Januar 2026; Unternehmensmitteilung zur Marke und ihren Produktlinien. Zur Mitteilung.

Der Zeitpunkt der Bekanntgabe wird nicht mit einem bestätigten Todestag gleichgesetzt. Zur Todesursache werden keine Vermutungen angestellt.

🔔 Unabhängiger Journalismus lebt von Reichweite. Folgen Sie auf X, Linkedin oder Instagram und bleiben Sie informiert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert