US-Zwischenwahlen 2026: Trump verliert Senatsmehrheit
Rückschlag für Trump: Demokraten gewinnen Senat, auch das Repräsentantenhaus wackelt
Die Republikaner verlieren bei den US-Zwischenwahlen ihre Senatsmehrheit. Für das Repräsentantenhaus meldet ABC News ebenfalls einen demokratischen Sieg, während AP die Mehrheitsfrage noch offenführt. In Texas gelingen den Demokraten zwei besonders weitreichende Erfolge.
Stand: 4. November 2026. Vorläufige Ergebnisse und Medienprognosen; die Auszählung läuft.
Donald Trump muss sich auf stärkeren Widerstand im Kongress einstellen. Nach Berichten der Nachrichtenagentur AP haben die Demokraten bei den US-Zwischenwahlen die Mehrheit im Senat gewonnen. Auch die Kontrolle über das Repräsentantenhaus könnte den Republikanern entgleiten: ABC News prognostiziert eine demokratische Mehrheit. AP bezeichnet die Entscheidung in den abgerufenen Meldungen dagegen noch als offen.
Damit zeichnet sich eine erhebliche Verschiebung der Macht in Washington ab. Die Aussage, die Republikaner hätten bereits zweifelsfrei beide Kammern verloren, geht über den übereinstimmend bestätigten Berichtsstand hinaus.
Texas kippt: Talarico schlägt Paxton
Besonders schmerzhaft fällt das Ergebnis für die Republikaner in Texas aus. ABC News erklärt den Demokraten James Talarico zum Sieger im Senatsrennen gegen Ken Paxton. Damit wechselt ein bislang republikanischer Sitz die Partei.
Auch bei der Gouverneurswahl meldet AP einen demokratischen Erfolg: Gina Hinojosa besiegt Amtsinhaber Greg Abbott. Sie wäre die erste Latina an der Spitze des Bundesstaates. Der Wahlsieg bedeutet allerdings noch keinen sofortigen Amtswechsel.
In Kansas verliert der republikanische Senator Roger Marshall laut AP gegen den Demokraten Adam Hamilton. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die republikanischen Verluste nicht auf die üblichen umkämpften Bundesstaaten beschränken.
Trump setzt auf sein Vetorecht
Trump hatte bereits vor Ende der Abstimmung angekündigt, bei einem demokratisch kontrollierten Kongress sein Vetorecht einzusetzen. In einem Interview mit CBS News stellte er sich zugleich auf mögliche Verhandlungen mit den Demokraten ein.
Ein Veto erlaubt dem Präsidenten, ein vom Kongress beschlossenes Gesetz zurückzuweisen. Es verschafft ihm jedoch keine allgemeine Befugnis, am Parlament vorbei Gesetze zu erlassen. Beide Kammern können ein Veto mit jeweils einer Zweidrittelmehrheit überstimmen.
Die im Ausgangsmaterial enthaltene Behauptung, Trump könne mittels Veto am Kongress vorbei regieren, beschreibt das Instrument daher falsch.
Was eine demokratische Mehrheit verändern würde
Ein von der Opposition kontrollierter Senat erschwert dem Präsidenten die Durchsetzung seiner Personalentscheidungen. Die Kammer entscheidet über die Bestätigung zahlreicher Regierungsämter und Bundesrichter.
Sollten die Demokraten auch das Repräsentantenhaus übernehmen, könnten sie dort eigene Gesetzesvorhaben vorantreiben und die Regierung stärker parlamentarisch kontrollieren. Für neue Bundesgesetze bleibt grundsätzlich die Zustimmung beider Kammern erforderlich. Trumps angekündigte Vetos würden deshalb vor allem Konflikte um Gesetzgebung und politische Kompromisse prägen.
Die neuen Mehrheitsverhältnisse wirken sich mit dem Zusammentritt des nächsten Kongresses im Januar 2027 aus. Trump bleibt Präsident. Seine Möglichkeiten, politische Vorhaben durch den Kongress zu bringen, werden durch den Verlust republikanischer Mehrheiten aber eingeschränkt.
Quellen und Transparenz
Die Ergebnisse sind vorläufig. Die abgerufenen Medienmeldungen unterscheiden sich beim Stand der Entscheidung über das Repräsentantenhaus. Das im Ausgangsmaterial zugeschriebene Trump-Zitat über einen eigenen „Erdrutschsieg“ und der behauptete Beitrag mit einer „VETO“-Kappe wurden nicht als Originalbeiträge verifiziert und deshalb nicht übernommen.
- Associated Press: „The Latest: Voters hand Democrats Senate control in sharp rebuke to Trump’s power“, 4. November 2026; Agentur-Liveticker zu Senat, Einzelrennen und noch offener House-Mehrheit. Originalquelle.
- ABC13 / ABC News: Wahl-Liveticker, 4. November 2026; Prognosen zum Senatsrennen in Texas und zur Mehrheit im Repräsentantenhaus. Originalquelle.
- CBS News: „Trump says he is prepared to use ‘tremendous powers’ if Democrats take control“, 3. November 2026; direktes Interview zu Trumps angekündigtem Einsatz des Vetorechts. Originalquelle.
- Congressional Research Service: „Veto Override Procedure in the House and Senate“, 2026; parlamentarische Fachinformation zur Überstimmung eines Präsidentenvetos. Originaldokument
- U.S. Senate: „About Voting“, institutionelle Erläuterung zu Abstimmungen, Nominierungen und erforderlichen Mehrheiten; abgerufen am 4. November 2026. Originalquelle.
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