Bus kracht auf A93 durch Lärmschutzwand

Bus durchbricht Lärmschutzwand auf der A93 bei Weiden
Ein schwerer Busunfall hat am Freitagmorgen in der Oberpfalz einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften ausgelöst. Ein mit rund 30 Fahrgästen besetzter Bus durchbrach an der Ausfahrt Weiden-Nord der Autobahn 93 eine Leitplanke sowie eine Lärmschutzwand. Drei Menschen wurden schwer verletzt, darunter der 67-jährige Fahrer.
So kam es zum Unfall
Nach Angaben der Polizei wollte der Fahrer an der Ausfahrt von der A93 abfahren. In der Kurve verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug. Vermutlich beim Versuch gegenzulenken geriet der Bus ins Schleudern, durchbrach die Schutzanlagen und kam erst in einer steilen Böschung im Gebüsch zum Stehen.
Die Feuerwehr musste das Fahrzeug sichern, um ein Abrutschen zu verhindern. Der Fahrer war im Führerhaus eingeklemmt und wurde von Einsatzkräften befreit. Er sowie zwei schwer verletzte Fahrgäste wurden mit Rettungswagen und einem Hubschrauber in umliegende Kliniken gebracht.
Viele Fahrgäste unter Schock
Die übrigen Fahrgäste erlitten nach Polizeiangaben vor allem Prellungen oder standen unter Schock. Sie konnten den Bus eigenständig verlassen und wurden vor Ort medizinisch betreut. Ein Großaufgebot an Feuerwehr und Rettungsdienst war im Einsatz, um die Versorgung sicherzustellen.
Die Autobahnauffahrt und die A93 in Fahrtrichtung Norden mussten während der Bergungsarbeiten komplett gesperrt werden. Nach Einschätzung der Polizei sollte die Sperrung bis in den späten Nachmittag andauern.
Hintergrund: Ersatzverkehr auf der Strecke Regensburg Weiden
Bei dem Bus handelte es sich um ein Fahrzeug, das im Schienenersatzverkehr eingesetzt wurde. Hintergrund sind laufende Bauarbeiten auf der Bahnstrecke Regensburg Weiden.
Ein Sprecher der Deutschen Bahn erklärte auf Anfrage, man stehe in engem Austausch mit den Behörden und unterstütze bei der Betreuung der betroffenen Fahrgäste.
Stimmen und Reaktionen
Ein Polizeisprecher betonte, dass nach aktuellem Stand keine Lebensgefahr für die Verletzten bestehe:
„Die schnelle Reaktion von Feuerwehr und Rettungsdiensten hat Schlimmeres verhindert.“
Auch die Feuerwehr Weiden lobte den koordinierten Einsatz:
„Das Gelände war schwierig, der Bus drohte abzurutschen. Unsere erste Aufgabe war es, das Fahrzeug zu sichern.“
Fazit: Ein Unfall, der Fragen aufwirft
Der Vorfall verdeutlicht die Gefahren bei Busfahrten auf stark befahrenen Autobahnen insbesondere bei schwierigen Streckenabschnitten wie Autobahnausfahrten. Die Polizei hat Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
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Quellen:
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Polizeipräsidium Oberpfalz (Pressemitteilung, 29.08.2025)
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BR24 / Bayerischer Rundfunk (29.08.2025)