Mallorca Batteriebrand: Elektro-Segelyacht sinkt
Elektro-Segelyacht brennt vor Mallorca und sinkt
Eine Elektro-Segelyacht ist am Freitagnachmittag in der Bucht von Palma de Mallorca in Brand geraten und später gesunken. Die beiden Menschen an Bord wurden nach Angaben der staatlichen spanischen Seenotrettung Salvamento Marítimo unverletzt von einem Hilfsboot des für die Yacht zuständigen Unternehmens aufgenommen.
Das Feuer brach am 28. August kurz vor 17 Uhr in der sogenannten Zone A2 des Hafens von Palma aus. Die Yacht befand sich vor Portitxol, östlich des Stadtzentrums. Eine dichte schwarze Rauchsäule war von weiten Teilen Palmas und aus angrenzenden Gemeinden zu sehen.
Lithiumbatterien der „The Third Man“ gerieten in Brand
Bei dem Schiff handelt es sich um die Elektro-Segelyacht „The Third Man“. Salvamento Marítimo teilte mit, dass ein Brand in den Lithiumbatterien ausgebrochen sei. Diese Angabe bezeichnet den Bereich, in dem das Feuer entstand, erklärt aber noch nicht dessen technische Ursache.
Bislang ist nicht bekannt, ob ein Defekt innerhalb einer Batteriezelle, eine Beschädigung, eine Überhitzung oder ein anderer Fehler den Brand ausgelöst hat. Eine abschließende Untersuchung oder ein technischer Bericht wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht bekannt gegeben.
Spanische Medien ordnen das Schiff dem Modell Dufour 530 Smart Electric zu. Die 2024 gebaute Segelyacht nutzt einen elektrischen Antrieb mit Lithiumbatterien und wurde im Charterbetrieb eingesetzt. Diese Angaben stammen aus ergänzenden Medienberichten; Salvamento Marítimo veröffentlichte zunächst keine detaillierte technische Beschreibung des Schiffes.
Zwei Menschen unverletzt von Bord gebracht
Nach der Mitteilung von Salvamento Marítimo befanden sich zwei Menschen auf der Yacht. Sie wurden durch ein Hilfsboot des für das Schiff zuständigen Unternehmens gerettet und blieben unverletzt.
Einzelne erste Medienberichte nannten dagegen fünf Menschen an Bord. Die offizielle Mitteilung der spanischen Seenotrettung spricht ausdrücklich von zwei Personen. Presse.Online folgt deshalb der Angabe der zuständigen staatlichen Stelle.
Das Koordinierungszentrum in Palma schickte die Rettungseinheit „Salvamar Libertas“ und das Spezialschiff „Marta Mata“ zum Einsatzort. Auch die Guardia Civil war mit einem Boot beteiligt. Aufgrund der weit entwickelten Flammen konnte die Yacht nicht gerettet werden.
Seenotretter überwachen Untergang der Segelyacht
Salvamento Marítimo überwachte das Sinken der ausgebrannten Yacht, um zusätzliche Gefahren für andere Schiffe und die Einsatzkräfte zu begrenzen. Die „Salvamar Libertas“ sammelte anschließend Trümmerteile ein, die auf der Wasseroberfläche trieben.
Nach einem Bericht des nautischen Fachmediums Gaceta Náutica setzte die „Marta Mata“ zudem Mittel zur Verteilung einer ausgelaufenen Dieselspur ein. Umfang und Herkunft der Verunreinigung wurden bislang nicht näher beziffert. Auch eine elektrisch angetriebene Segelyacht kann weitere Kraftstoffe für Hilfsaggregate oder andere Betriebsstoffe an Bord haben.
Das Wrack soll nach Angaben, die Salvamento Marítimo gegenüber lokalen Medien machte, geborgen werden. Ein Termin wurde zunächst nicht genannt. Aufgrund der Wassertiefe gehe von dem gesunkenen Schiff derzeit keine Gefahr für den übrigen Bootsverkehr aus.
Brandursache und mögliche Umweltschäden bleiben offen
Nicht geklärt ist bislang, wodurch der Brand innerhalb des Batteriesystems ausgelöst wurde. Offen bleibt auch, ob die zuständigen Stellen eine technische Untersuchung des Wracks einleiten und welchen Umfang die gemeldete Verunreinigung hatte.
Belastbare Rückschlüsse auf die Sicherheit elektrischer Sportboote insgesamt lassen sich aus einem einzelnen, noch nicht abschließend untersuchten Vorfall nicht ziehen. Für die Bewertung sind insbesondere der Zustand der Batterien, die Lade- und Kühlsysteme, mögliche Vorschäden sowie die spätere Untersuchung des Wracks relevant.
Offene Fragen
- Welcher technische Vorgang löste den Batteriebrand aus?
- Wann wird das Wrack der „The Third Man“ geborgen?
- Wird ein technischer Untersuchungsbericht veröffentlicht?
- Wie groß war die gemeldete Verunreinigung des Wassers?
- Welche Menge an Betriebsstoffen befand sich noch an Bord?
Quellen und Transparenz
- Salvamento Marítimo: Mitteilung zum Brand der „The Third Man“, 28. August 2026 Primärquelle der staatlichen spanischen Seenotrettung.
- Mallorcadiario: „Una embarcación eléctrica arde en llamas en aguas de la bahía de Palma“, veröffentlicht am 28., aktualisiert am 29. August 2026 ergänzender Medienbericht mit eingebundener Originalmitteilung.
- Gaceta Náutica: „Arde un velero y acaba hundido en la Bahía de Palma“, 28. August 2026 nautischer Fachbericht zum Einsatz und zur gemeldeten Verunreinigung.
- Última Hora: „Incendio en un velero en Palma tras arder sus baterías de litio“, 28. August 2026 ergänzender Bericht zu Schiffstyp und Einsatzort.
Die Zahl der Menschen an Bord wurde zunächst widersprüchlich angegeben. Maßgeblich verwendet wird hier die offizielle Angabe von Salvamento Marítimo: zwei Personen, beide unverletzt gerettet.
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