Sonnen insolvent: 400 Beschäftigte im Allgäu betroffen

Sonnen insolvent: 400 Beschäftigte im Allgäu betroffen
Heimspeicher machen Solarstrom auch nach Sonnenuntergang nutzbar. Bei Sonnen ist nach dem Insolvenzantrag die langfristige Organisation des Kundenservice offen. Symbolbild: KI-generierte Illustration.

Sonnen meldet Insolvenz an: 400 Beschäftigte betroffen

Der Batteriespeicherhersteller Sonnen hat kurz nach dem Verkauf durch Shell Insolvenz beantragt. Am Hauptsitz im Allgäu wurden rund 400 Beschäftigte informiert. Der Service für mehr als 150.000 Kunden soll zunächst weiterlaufen.

Stand: 22. Oktober 2026

Die Sonnen GmbH aus Wildpoldsried hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen bestätigte den Schritt gegenüber dem „Handelsblatt“. Rund 400 Beschäftigte am bayerischen Hauptsitz wurden am Donnerstagmorgen darüber informiert. Welche Arbeitsplätze erhalten bleiben, ist bislang offen.

Zwei Monate nach dem Verkauf durch Shell

Die Insolvenz folgt kurz auf einen Eigentümerwechsel: Erst im August 2026 hatte Shell den Batteriespeicherhersteller an Tiven verkauft, das Family Office von Aurelius-Mitgründer Gert Purkert. Der Energiekonzern hatte Sonnen 2019 übernommen. Das 2010 gegründete Unternehmen gehört zu den bekannten deutschen Anbietern von Stromspeichern für Privathaushalte.

Mit den Speichern können Haushalte selbst erzeugten Solarstrom für den späteren Verbrauch aufbewahren. Sonnen bietet auch die Vernetzung der Anlagen und Energiedienstleistungen an. Damit reicht das Geschäft über den Verkauf der Geräte hinaus.

Service für Bestandskunden soll weiterlaufen

Nach Informationen des „Handelsblatts“ sollen das Bestandsgeschäft und der Service für mehr als 150.000 Kunden fortgeführt werden. Zugleich sollen zahlreiche Tochtergesellschaften abgewickelt oder in Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung überführt werden. Dem Bericht zufolge ist vorgesehen, nur einen Produktionsstandort zu erhalten. handelsblatt.com

Für Speicherbesitzer bleibt damit die Frage, wie Wartung und Reparaturen künftig organisiert werden. Die angekündigte Fortführung des Service enthält bislang keine belastbare Aussage darüber, wie lange und in welchem Umfang die Leistungen gesichert sind. T-online berichtet ebenfalls, dass die Dauer der weiteren Betreuung offen ist.

Einzelheiten zum Verfahren noch offen

Das Fachmedium „pv magazine“ meldete am Donnerstag, dass zum Zeitpunkt seiner Recherche noch keine offizielle Bekanntmachung zum Verfahren auffindbar gewesen sei. Eine eigene Anfrage beim Unternehmen sei zunächst unbeantwortet geblieben. Die Bestätigung des Insolvenzantrags stammt damit aus der Berichterstattung des „Handelsblatts“, dem Sonnen den Vorgang bestätigt hat.

Welche Gesellschaften und Standorte konkret fortgeführt werden sollen und wie viele Beschäftigte eine Perspektive erhalten, geht aus den ausgewerteten Berichten noch nicht vollständig hervor.

Quellen und Transparenz

Eine unmittelbar veröffentlichte Unternehmensmitteilung oder gerichtliche Entscheidung zum Insolvenzantrag liegt dieser Fassung nicht zugrunde. Die genannten Medienberichte sind hinsichtlich der Insolvenznachricht keine voneinander unabhängigen Bestätigungen.

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