Hubert Aiwanger tot: Todesursache noch unklar
Hubert Aiwanger tot in Berliner Hotel gefunden: Todesursache noch unklar
Bayerns Wirtschaftsminister und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger ist im Alter von 55 Jahren gestorben. Er wurde am Mittwochabend in einem Hotelzimmer in Berlin-Mitte gefunden. Polizei und Staatsanwaltschaft untersuchen die Todesumstände.
Stand: 5. November 2026
Berlin/München. Hubert Aiwanger ist tot. Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident wurde am frühen Abend des 4. November in seinem Hotelzimmer in Berlin-Mitte aufgefunden. Das bestätigten die Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Mitteilung. Auch das bayerische Wirtschaftsministerium gab den Tod des 55-Jährigen bekannt.
Ermittler sollen die Todesursache klären
Die Staatsanwaltschaft Berlin und die 6. Mordkommission des Landeskriminalamts haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Behördenangaben sollen die genaue Todesursache und die Umstände geklärt sowie ein mögliches Fremdverschulden ausgeschlossen werden.
Eine konkrete Todesursache nannten die Behörden in ihrer Mitteilung nicht. Aus der Beteiligung der Mordkommission lässt sich deshalb keine bestätigte Straftat ableiten. Die Ermittler teilten mit, dass die Untersuchungen andauern.
Auftritt bei Büroeröffnung abgesagt
Aiwanger war nach Angaben seines Ministeriums nach Berlin gereist, um mehrere Termine für die Freien Wähler wahrzunehmen. Am Mittwoch hätte er bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros seiner Partei sprechen sollen.
Wie der Deutschlandfunk berichtete, meldete er sich aus gesundheitlichen Gründen von dem Auftritt ab und ließ sich vertreten. Später sei er nicht mehr erreichbar gewesen und schließlich leblos in seinem Hotelzimmer entdeckt worden. Welche Beschwerden vorlagen und ob sie mit seinem Tod zusammenhängen, ist durch die herangezogenen Behördenangaben nicht geklärt.
Seit 2018 Mitglied der bayerischen Staatsregierung
Aiwanger stand seit 2006 an der Spitze der Freien Wähler in Bayern. 2008 zog er mit der Partei in den Bayerischen Landtag ein und übernahm den Fraktionsvorsitz. Seit 2010 führte er die Freien Wähler auch auf Bundesebene.
Mit dem Eintritt seiner Partei in die Koalition mit der CSU wurde Aiwanger 2018 bayerischer Wirtschaftsminister und Stellvertreter von Ministerpräsident Markus Söder.
Das Wirtschaftsministerium veröffentlichte am Mittwochabend eine Trauermitteilung. Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt erklärte: „Ich selbst verliere einen Vertrauten, Wegbegleiter und engen Freund, auf dessen Wort und Freundschaft ich mich immer verlassen konnte.“
Quellen und Transparenz
- Polizei Berlin und Staatsanwaltschaft Berlin: „Politiker tot im Hotelzimmer aufgefunden – Todesermittlungsverfahren eingeleitet“, 4. November 2026. Gemeinsame Behördenmitteilung und Primärquelle zu Auffindeort und Ermittlungen. Originalmitteilung.
- Bayerisches Wirtschaftsministerium: „Tod von Staatsminister Hubert Aiwanger löst tiefe Betroffenheit aus“, 4. November 2026. Primärquelle zu Alter, Reiseanlass und Reaktion des Ministeriums. Originalmitteilung.
- Deutschlandfunk: „Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger im Alter von 55 Jahren gestorben“, 4. November 2026. Ergänzende Berichterstattung zum abgesagten Auftritt und zum politischen Werdegang. Nachricht.
Die Todesursache ist in den herangezogenen Quellen nicht bestätigt. Nicht amtlich belegte Einzelheiten aus dem Hotelzimmer wurden nicht übernommen.
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