AfD berät über Machtoption mit der Union

AfD berät über Machtoption mit der Union
Die AfD berät laut einem Medienbericht über Bedingungen für eine mögliche Unterstützung einer Unions-Minderheitsregierung. Die CDU lehnt eine Zusammenarbeit bislang ab. © KI-generierte Illustration. Die dargestellte Begegnung ist kein dokumentiertes Ereignis

AfD berät über Unterstützung einer Unions-Minderheitsregierung

Die AfD-Bundestagsfraktion beschäftigt sich laut einem Bericht der BILD mit der Frage, unter welchen Bedingungen sie eine CDU/CSU-geführte Minderheitsregierung unterstützen würde. BILD beruft sich auf ein internes Debattenpapier und Fraktionskreise. Das Papier liegt Presse.Online nicht vor; eine Vereinbarung mit der Union ist damit nicht belegt.

Welche Bedingungen die AfD laut Bericht nennt

Nach Angaben der Nachrichtenagentur dts, die sich ebenfalls auf die BILD-Recherche bezieht, beschreibt die Vorlage mehrere Formen möglicher Zusammenarbeit. Für die Unterstützung einer Minderheitsregierung fordert die AfD demnach eine politische Gegenleistung und Gleichbehandlung im Bundestag. Genannt werden unter anderem ein Bundestagsvizepräsidentenposten, Ausschussvorsitze und eine stärkere Einbindung in parlamentarische Beratungen.

Als mögliche gemeinsame Vorhaben führt der Bericht eine Verschärfung des Staatsangehörigkeitsrechts, die Abschaffung des Doppelpasses, einen Wiedereinstieg in die Kernenergie und die Streichung von Bürgergeldleistungen für ukrainische Flüchtlinge an. Diese Punkte sind berichtete Inhalte eines internen Papiers – weder beschlossene Regierungspolitik noch Zusagen von CDU oder CSU.

Die entscheidende Hürde liegt bei der Union

Die Debatte beschreibt zunächst, was die AfD für einen möglichen Fall vorbereitet. Damit daraus politische Praxis würde, müsste die Union zu einer Zusammenarbeit bereit sein. Die CDU hat diese bislang ausdrücklich ausgeschlossen. Auf ihrer Website erklärte sie im März 2026, eine Zusammenarbeit mit der AfD sei für sie „kategorisch ausgeschlossen“.

Auch eine Minderheitsregierung bedeutet nicht automatisch, dass die AfD Regierungsämter erhält. Eine Regierung ohne eigene Parlamentsmehrheit ist bei Abstimmungen auf Unterstützung anderer Abgeordneter angewiesen. Wer sie bei einzelnen Vorhaben unterstützt, hängt von den jeweiligen politischen Entscheidungen ab.

Der Nachrichtenwert des Papiers liegt deshalb in der Vorbereitung der AfD auf ein mögliches Machtarrangement im Bund. Offen bleibt, ob die Fraktion die berichteten Überlegungen offiziell übernimmt und ob CDU oder CSU ihre Haltung ändern. Aus dem vorliegenden Bericht lässt sich kein bevorstehendes Regierungsbündnis ableiten.

Quellen und Transparenz: Ausgangspunkt ist die BILD-Recherche vom 22. September 2026. Weitere Einzelheiten zum Papier gibt dts unter Berufung auf BILD wieder. Das Originalpapier konnte Presse.Online nicht unabhängig prüfen. Die Haltung der CDU und die Funktionsweise einer Minderheitsregierung wurden anhand von CDU und Bundestag eingeordnet.

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