Die InnoTrans 2026 startet in Berlin
InnoTrans 2026 in Berlin: 113 Fahrzeuge aus 17 Ländern
Berlin. Die internationale Bahnbranche trifft sich ab heute auf der InnoTrans 2026. Auf dem Frei- und Gleisgelände der Berliner Messe sollen 113 Fahrzeuge aus 17 Ländern zu sehen sein. Die Zahl stammt von der Messe Berlin; sie beschreibt die angekündigte Ausstellung, nicht Fahrzeuge, die bereits im regulären Betrieb unterwegs sind.
113 Fahrzeuge vom Güterwagen bis zum Schnellzug
Für die Fahrzeugschau nennt die Messe rund 20.000 Quadratmeter Bruttofläche und 130 Aussteller. Darunter seien 30 Unternehmen, die erstmals in diesem Ausstellungsbereich vertreten sind. Fahrzeuge aus China und Südkorea wurden laut Veranstalter zunächst per Schiff nach Europa gebracht; ein Teil des weiteren Transports erfolgte per Binnenschiff. Andere Exponate reisten auf Schiene oder Straße an.
Die Bandbreite reicht von Güterwagen über Regionalzüge und Lokomotiven bis zu Hochgeschwindigkeitszügen. Der slowakische Hersteller TATRAVAGÓNKA ist nach Angaben der Messe mit acht Modellen vertreten, Stadler Rail mit sieben. Hitachi und Hyundai Rotem zeigen Schnellzüge, deren angegebene Höchstgeschwindigkeit über 300 Kilometer pro Stunde liegt. Das ist eine Fahrzeugeigenschaft keine Aussage darüber, wie schnell die Züge auf einer bestimmten Strecke fahren werden.
Wasserstoff und Batterien für unterschiedliche Einsatzfälle
Bei den Antrieben zeigt sich, dass die Hersteller verschiedene technische Wege verfolgen. Stadler kündigt unter anderem einen wasserstoffbetriebenen Schmalspurzug und einen batterieelektrischen Regionalzug an. Der chinesische Hersteller CRRC präsentiert laut Messe erstmals seine Wasserstoff-Brennstoffzellen-Hybridlokomotive. Auch Siemens Mobility und CAF stellen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben vor.
Welche Technik sich im Alltag eignet, lässt sich aus einer Messepräsentation allein nicht ableiten. Dafür zählen unter anderem die vorgesehene Strecke, die vorhandene Infrastruktur und die Anforderungen des Betreibers. Die InnoTrans macht die unterschiedlichen Ansätze sichtbar; Aussagen über ihren späteren Einsatz brauchen jeweils konkrete Projekte und Betriebsdaten.
Nachtzüge und autonome Fahrzeuge bleiben Entwicklungsthemen
Mehrere Aussteller beschäftigen sich mit der Frage, wie sich Platz und Privatsphäre in Nachtzügen verbinden lassen. Nox Mobility zeigt einen Prototyp mit privaten Abteilen für eine oder zwei Personen. Luna Rail stellt unter anderem zweistöckige Sitz- und Liegebereiche sowie private Kabinen vor. Vom Projekt ALISA, einem neuen Schlafwagenkonzept, sollen Modelle vor dem Südeingang zu sehen sein. Es handelt sich dabei um Konzepte und Prototypen, nicht um angekündigte neue Nachtzugverbindungen.
Auch automatisiertes Fahren ist Teil der Schau. Die Messe nennt unter anderem ein autonomes Schienentaxi von Railevo und das für ländliche Räume entwickelte Einschienenfahrzeug Monocab. Der belgische Aussteller Otiv kündigt zudem eine Demonstration an, bei der ein Zug in den Niederlanden ferngesteuert werden soll. Wie weit solche Systeme vom regulären Einsatz entfernt sind, geht aus der Messeankündigung allein nicht hervor.
Die InnoTrans läuft bis Freitag, 25. September. Für die Berichterstattung während der Messe wird vor allem interessant, welche Hersteller zu den ausgestellten Fahrzeugen bereits Betreiber, Einsatzstrecken oder konkrete Termine nennen.
Quellen und Transparenz: Grundlage sind die Presseinformation der InnoTrans vom 8. September 2026 und die Angaben der Messe zum Frei- und Gleisgelände. Fahrzeugzahlen, Ausstellerangaben und Produktankündigungen sind Angaben des Veranstalters. Eine eigene Besichtigung oder technische Prüfung der Fahrzeuge liegt diesem Beitrag nicht zugrunde.
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