Allensbach-Umfrage: AfD bei 27, Union bei 23 Prozent
Allensbach-Umfrage: AfD vorn, Abstand zur Union schrumpft
Die AfD liegt bei Allensbach mit 27 Prozent vor der Union. Deren Rückstand wird kleiner, obwohl CDU und CSU selbst nicht zulegen. SPD und Linke gewinnen jeweils einen Punkt. Die FDP fällt unter die Fünf-Prozent-Marke.
Stand: 23. Oktober 2026
Die AfD bleibt in der neuen Allensbach-Umfrage für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ stärkste Kraft. Sie erreicht 27 Prozent, CDU und CSU folgen mit zusammen 23 Prozent. Gegenüber September sinkt der Vorsprung damit von fünf auf vier Prozentpunkte. Die Union hält ihren bisherigen Wert; die AfD verliert einen Punkt.
SPD und Grüne liegen mit jeweils 14 Prozent gleichauf. Während die Sozialdemokraten einen Punkt hinzugewinnen, bleibt der Wert der Grünen unverändert. Die Linke steigt auf elf Prozent, die FDP fällt auf vier Prozent.
Die Union kommt näher, ohne selbst zuzulegen
Der kleinere Abstand an der Spitze lässt sich vollständig durch den Rückgang der AfD erklären. Ein eigener Zuwachs für CDU und CSU ist in den Zahlen nicht erkennbar. Von einer Erholung der Union lässt sich aus diesem Monatsvergleich deshalb nicht sprechen.
Die Septemberwerte sind auch beim Institut selbst dokumentiert: Damals lag die AfD bei 28 Prozent, die Union bei 23 Prozent.
Die Ergebnisse im Überblick:
| Partei | Oktober 2026 | Veränderung zu September |
|---|---|---|
| AfD | 27 % | −1 Prozentpunkt |
| CDU/CSU | 23 % | unverändert |
| SPD | 14 % | +1 Prozentpunkt |
| Grüne | 14 % | unverändert |
| Die Linke | 11 % | +1 Prozentpunkt |
| FDP | 4 % | −1 Prozentpunkt |
| Sonstige | 7 % | unverändert |
Quelle: Allensbach, dokumentiert bei Wahlrecht.de; veröffentlicht am 22. Oktober 2026. Allensbach (Wahlumfragen zur Bundestagswahl)
SPD und Linke gewinnen jeweils einen Punkt
Die SPD zieht mit ihrem leichten Zugewinn mit den Grünen gleich. Die Linke erreicht wieder einen zweistelligen Wert oberhalb der Zehn-Prozent-Marke.
Für die FDP bedeutet der Rückgang den Wechsel von genau fünf auf vier Prozent. Sie liegt damit in dieser Befragung unter der Fünf-Prozent-Marke. Eine Umfrage entscheidet allerdings weder über den tatsächlichen Einzug in den Bundestag noch über die spätere Sitzverteilung.
Kleine Veränderungen sind noch kein gesicherter Trend
Nach der Dokumentation von Wahlrecht.de wurden für die Erhebung vom 2. bis 16. Oktober insgesamt 1.048 Personen persönlich-mündlich befragt. Die Auswahl erfolgte nach Quotenvorgaben.
Verschiebungen um einen Prozentpunkt sollten vorsichtig gelesen werden. Allensbach nennt für die ähnlich große Septemberstichprobe eine Fehlerspanne von rund drei Prozentpunkten bei einem Anteilswert von 30 Prozent und rund zwei Punkten bei zehn Prozent. Diese Angaben beziehen sich ausdrücklich auf die Septembererhebung.
Ob der kleinere Abstand zwischen AfD und Union Bestand hat, müssen weitere Befragungen zeigen. Die vorliegenden Zahlen allein belegen noch keine dauerhafte Verschiebung.
Quellen und Transparenz
- Primärquelle: Institut für Demoskopie Allensbach, Zweitstimmen-Wahlabsicht. Die abgerufene Institutsseite weist noch die Septembererhebung aus.
- Ergebnis- und Methodendokumentation: Wahlrecht.de, Sonntagsfrage Allensbach, Veröffentlichung vom 22. Oktober 2026; Befragungszeitraum 2. bis 16. Oktober, 1.048 Befragte.
- Ausgangsmaterial: bereitgestellter Auszug aus dem t-online-Bericht „AfD vorn, Union holt leicht auf“. Der verlinkte Volltext war nicht abrufbar. Die Oktoberwerte wurden mit der Dokumentation von Wahlrecht.de abgeglichen.
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