Zwölf Wolfswelpen getötet: Streit um Zahlungen in Idaho

Zwölf Wolfswelpen getötet: Streit um Zahlungen in Idaho
Junge Grauwölfe. In Idaho stehen Zahlungen für die Tötung von Wolfswelpen in der Kritik. Archivbild; die abgebildeten Tiere gehören nicht zum dokumentierten Fall. © KI-generierte Illustration

Idaho: Zahlungen für getötete Wolfswelpen lösen Kritik aus

Für zwölf getötete Wolfswelpen sollen Jäger in Idaho insgesamt 24.000 Dollar erhalten haben. Neue Berichte richten den Blick auf ein Erstattungsprogramm, dessen aktuelle Regeln auch die Zahlungssätze für die Wolfsjagd offenlegen.

Stand: 7. November 2026

Im US-Bundesstaat Idaho haben drei Jäger nach übereinstimmenden Medienberichten Zahlungen für zwölf getötete Wolfswelpen erhalten. Common Dreams berichtet unter Berufung auf eine Recherche von Public Domain und dem Guardian von insgesamt 24.000 Dollar. Die Tiere seien Ende April im Norden des Bundesstaates getötet worden.

Der aktuelle Anlass ist die Veröffentlichung der Recherche am 6. November. Die berichteten Tötungen liegen mehrere Monate zurück. Die zugrunde liegenden Einzelfallunterlagen wurden für diesen Beitrag nicht selbst eingesehen.

Welche Ausgaben das Programm erstattet

Die Foundation for Wildlife Management beschreibt auf ihrer eigenen Internetseite, wie das Erstattungsverfahren funktioniert: Teilnehmer müssen Mitglied werden, Belege aufbewahren, einen erlegten Wolf beim zuständigen Bundesstaat registrieren lassen und ihre Ausgaben innerhalb von 60 Tagen einreichen.

Damit ist das Programm an den Nachweis eines getöteten Wolfes gekoppelt. Die Organisation bezeichnet die Zahlungen als Kostenerstattung. Tierschützer kritisieren sie dagegen als finanziellen Anreiz zur Tötung.

Common Dreams berichtet, dass das Programm aus öffentlichen Mitteln, Einnahmen aus Jagdlizenzen und privaten Beiträgen finanziert werde. Der Bericht nennt für die zwölf Welpen jeweils 2.000 Dollar.

Die heutigen Sätze unterscheiden sich vom berichteten Fall

Für die laufende Saison vom 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2027 nennt die Foundation einen Standardsatz von 1.000 Dollar in Idaho.

In ausgewiesenen Schwerpunktgebieten gelten andere Beträge: Für mit Fallen getötete Wölfe werden nach den veröffentlichten Regeln 2.000 Dollar erstattet. Bei geschossenen Wölfen sind es für das erste Tier 1.000 Dollar, für weitere jeweils 2.000 Dollar. Diese Angaben gelten für das dort genannte Zeitfenster bis zum 30. April 2027.

Die aktuellen Bedingungen dürfen deshalb nicht mit den Zahlungen gleichgesetzt werden, über die jetzt für das Frühjahr berichtet wird.

Was noch unabhängig geklärt werden muss

Die öffentliche Beschreibung bestätigt die Funktionsweise des Erstattungsprogramms. Sie belegt für sich genommen jedoch weder das Alter der zwölf Tiere noch die einzelnen Auszahlungen.

Für eine unabhängige Prüfung des konkreten Falls wären die vollständigen Registrierungs- und Zahlungsunterlagen erforderlich. Ebenso offen bleibt in dieser Recherche, ob die beteiligten Stellen nach Veröffentlichung der Vorwürfe eine neue Stellungnahme abgegeben haben.

Quellen und Transparenz

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