Rund 60 Filialen schließen, 123 sollen bleiben
Mäc Geiz schließt rund 60 Filialen, 123 Standorte sollen bleiben
Der insolvente Discounter verkleinert sein Filialnetz um etwa ein Drittel. Nach Unternehmensangaben können 850 Arbeitsplätze erhalten werden. Über den Sanierungsplan sollen die Gläubiger voraussichtlich im Dezember abstimmen.
Stand: 6. November 2026
Mäc Geiz will mit einem deutlich kleineren Filialnetz weitermachen. Nach Angaben des Unternehmens sind 123 Standorte für die Fortführung gesichert. Rund 60 der zuvor mehr als 180 Geschäfte schließen im Zuge des Insolvenzverfahrens. Damit fällt etwa jede dritte Filiale weg.
Auch das Dienstleistungs- und Logistikzentrum am Firmensitz in Landsberg in Sachsen-Anhalt soll bestehen bleiben. Die angekündigte Fortführung bedeutet allerdings noch keinen Abschluss der Sanierung.
Welche Filialen schließen, bleibt nur teilweise bekannt
Eine vollständige Liste der betroffenen Geschäfte wurde mit der aktuellen Meldung nicht veröffentlicht. Für Kunden lässt sich daraus deshalb noch nicht ablesen, ob ihre Filiale schließen muss und wann dort der letzte Verkaufstag ist.
Die HNA berichtet über eine Unternehmensliste mit den 123 Standorten, die erhalten bleiben sollen. Ihre ergänzende Übersicht über wegfallende Geschäfte beruht teilweise auf einem Abgleich mit archivierten Filialdaten. Bei einzelnen Standorten nennt die Redaktion Unklarheiten. Eine solche Rekonstruktion ersetzt keine bestätigte Schließungsliste des Unternehmens.
850 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben
Nach der Mitteilung könnten 850 Arbeitsplätze gesichert werden. Im Frühjahr hatte Mäc Geiz noch knapp 1.200 Beschäftigte angegeben.
Wie viele Menschen durch die Sanierung ihren Arbeitsplatz verlieren, wurde in der aktuellen Berichterstattung nicht beziffert. Die Differenz zwischen der früheren Beschäftigtenzahl und den angekündigten verbleibenden Stellen lässt sich daher nicht ohne Weiteres als Zahl der Kündigungen ausweisen.
Gläubiger sollen im Dezember über den Plan abstimmen
Voraussichtlich im Dezember steht beim Amtsgericht Halle (Saale) die Abstimmung der Gläubiger über den Sanierungsplan an. Dieser soll die Grundlage für die Entschuldung und Fortführung der Gesellschaft schaffen.
Mäc Geiz hatte im Mai 2026 die Sanierung in Eigenverwaltung eingeleitet. Laut der damaligen Unternehmensmitteilung wurde das Verfahren am 1. August eröffnet. Die Geschäftsführung führt das Unternehmen dabei weiter; Sachwalter Lucas F. Flöther überwacht das Verfahren im Auftrag des Gerichts.
Anfang August rechnete Mäc Geiz noch mit rund 50 Filialschließungen. Die nun genannten rund 60 Standorte gehen darüber hinaus. Als Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten hatte das Unternehmen unter anderem die Kaufzurückhaltung und hohe Energie- und Lohnnebenkosten angeführt.
Für die verbleibenden Geschäfte kündigt Mäc Geiz neue Produkte und erweiterte Sortimentsbereiche an. Welche Änderungen Kunden konkret erwarten, geht aus der vorliegenden Meldung nicht hervor.
Quellen und Transparenz
- t-online: „Nach Insolvenz: Bekannte Discounter-Kette schließt jede dritte Filiale“, bereitgestellter Meldungsauszug. Der verlinkte Volltext war beim Abruf nicht zugänglich. Originalbeitrag.
- n-tv, 6. November 2026: Ergänzender Medienbericht zu Unternehmensangaben, Arbeitsplätzen und geplanter Gläubigerabstimmung. Bericht.
- HNA, 6. November 2026: Medienbericht mit Auszügen aus der aktuellen Unternehmensmitteilung und Angaben zur Methodik der Standortübersicht. Bericht.
- Mäc Geiz, Mitteilung vom 3. August 2026, veröffentlicht beim RWS Verlag am 5. August: Angaben zur Verfahrenseröffnung, Eigenverwaltung und damaligen Planung. Primärmaterial in dokumentierter Wiedergabe. Mitteilung.
Die aktuellen Zahlen beruhen auf Unternehmensangaben, die in Medienberichten wiedergegeben werden. Die vollständige aktuelle Originalmitteilung lag für diesen Beitrag nicht direkt vor. Eine eigene vollständige Standortprüfung oder Anfrage an das Unternehmen erfolgte nicht.