Insolvenz: Autozulieferer Flabeg stellt Betrieb ein

Flabeg Automotive Germany meldet Insolvenz an – 180 Mitarbeiter verlieren ihren Job
Bayerischer Autozulieferer Flabeg am Ende: Keine Rettung mehr möglich
Die deutsche Zuliefererindustrie gerät weiter unter Druck: Der traditionsreiche Spiegel- und Displayhersteller Flabeg Automotive Germany GmbH mit Sitz in Furth im Wald hat Insolvenz angemeldet. Trotz intensiver Sanierungsbemühungen und der Suche nach Investoren wird das Unternehmen voraussichtlich im Mai 2025 den Betrieb endgültig einstellen. Damit verlieren alle 180 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.
Autozulieferer insolvent: Komplettaus für Flabeg in Deutschland
Wie das Unternehmen gemeinsam mit Insolvenzverwalter Volker Böhm mitteilte, scheiterte die letzte Hoffnung auf eine Übernahme an einem sicherheitsrelevanten Test eines neuen Display-Glases. Ohne diesen entscheidenden Auftrag sei ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb nicht mehr möglich, erklärte Böhm. Bereits im Juli 2024 hatte Flabeg einen Insolvenzantrag gestellt, doch die zuletzt angestrebte Stabilisierung des Geschäfts erwies sich als erfolglos.
Nur deutsche Tochtergesellschaft von Insolvenz betroffen
Die Insolvenz betrifft ausschließlich die deutsche Tochtergesellschaft. Flabeg verfügt über weitere Standorte in Tschechien, Ungarn, Frankreich, China, den USA und Brasilien, die bislang nicht in die Pleite einbezogen sind.
Laut Insolvenzverwalter sei die schwierige Marktlage in der Automobilbranche mitentscheidend für den Niedergang von Flabeg Germany gewesen. Die steigende Zahl von Großinsolvenzen in der Branche habe es Investoren zusätzlich erschwert, eine Zukunft für den Standort Furth im Wald zu sehen.
Massenentlassungen: Gestaffelte Abwicklung bis Mai 2025
Die Entlassungen werden gestaffelt durchgeführt: Bereits in den kommenden Tagen werden 100 Mitarbeiter entlassen, während weitere 80 Angestellte noch bis Mai 2025 verbleiben, um das operative Geschäft abzuwickeln.
Die Insolvenz von Flabeg ist ein weiteres Alarmsignal für die deutsche Automobilzuliefererbranche. Sie zeigt, wie stark sich der Markt in den vergangenen Jahren verändert hat und wie selbst traditionsreiche Unternehmen unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen untergehen können.
Flabeg-Insolvenz als Symptom einer kriselnden Branche
Flabeg galt lange als Marktführer in der Glasveredelung für die Automobilindustrie und war für hochqualitative Spiegel- und Display-Technologien bekannt. Doch der Strukturwandel in der Branche, verschärfte regulatorische Anforderungen und die zunehmende Verlagerung von Produktionskapazitäten ins Ausland haben das Unternehmen stark unter Druck gesetzt.
Mit der Insolvenz von Flabeg reiht sich ein weiteres Traditionsunternehmen in die wachsende Liste der Zulieferer ein, die in den vergangenen Jahren aufgeben mussten. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich Investoren doch noch zu einer Rettung entschließen oder ob dies das endgültige Aus für Flabeg Automotive Germany bedeutet.
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