Union im Sinkflug: Wie tief kann das noch gehen?

Union im Sinkflug: Wie tief kann das noch gehen?
Systembild: Die AfD konnte bei der Wahl enorm dazugewinnen © IStock

Union stürzt ab: Nur noch ein Prozent vor AfD – Vertrauen in Merz schwindet

Es ist ein politisches Beben, das sich langsam aber unaufhaltsam durch das Land zieht. Noch führt die Union – aber nur hauchdünn. Laut dem aktuellen Forsa-Trendbarometer im Auftrag von RTL und n-tv liegt die CDU/CSU mit nur einem Prozentpunkt vor der AfD. Ein Alarmsignal, das lauter kaum sein könnte.

Wie konnte es so weit kommen?
Nach der Bundestagswahl im Februar schien der Sieg der Union zunächst stabil. Doch nun, nur wenige Wochen später, spricht die Umfrage eine andere Sprache: Die Union fällt auf 25 Prozent – das sind 3,5 Prozent weniger als noch bei der Wahl. Die AfD kratzt mit 24 Prozent gefährlich an der Spitze. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das vielen den Atem stocken lässt.

Beliebtheitsranking: Merz im Keller, Pistorius auf dem Thron

Verteidigungsminister Boris Pistorius bleibt der Fels in der Brandung. In der Beliebtheitsskala der Spitzenpolitiker führt er weiter deutlich – vor Gregor Gysi, Markus Söder und Robert Habeck. Friedrich Merz dagegen? Rutscht auf Platz acht ab.

Der Vertrauensverlust ist gravierend: 70 Prozent der Befragten sagen mittlerweile, dass sie Merz nicht vertrauen. Noch im Dezember lag dieser Wert bei 60 Prozent. Eine Entwicklung, die Fragen aufwirft: Ist Friedrich Merz noch die richtige Führungsfigur für die Union? Oder erleben wir hier gerade den Anfang vom Ende einer politischen Ära?

Sorgen der Deutschen: Wirtschaft vor Krieg und Migration

Was bewegt die Bürgerinnen und Bürger wirklich? Die Umfrage liefert klare Antworten:

  • Wirtschaftliche Lage – 49 Prozent nennen sie als dringendstes Problem.

  • Krieg in der Ukraine – 46 Prozent sorgen sich um die geopolitische Lage.

  • USA/NATO/Verteidigung – 40 Prozent beschäftigen sich mit der globalen Sicherheitslage.

  • Regierungsbildung und politische Stabilität – 39 Prozent sorgen sich um die Handlungsfähigkeit im eigenen Land.

Erstaunlich: Migration und Zuwanderung, lange das dominierende Thema, nennen nur noch zehn Prozent. Offenbar verschieben sich die Prioritäten – hin zu konkreten, existenziellen Herausforderungen.

Vertrauen in Parteien: 43 Prozent sagen – „Niemand kann’s!“

Noch führt die Union mit 21 Prozent, wenn es um die politische Kompetenz geht – doch auch dieser Wert ist rückläufig. Direkt nach der Wahl waren es noch 27 Prozent. Dahinter folgen:

  • AfD – 12 Prozent

  • SPD – 9 Prozent

  • Grüne – 7 Prozent

  • Linke – 5 Prozent

  • BSW & FDP – jeweils 4 Prozent

Ein besonders alarmierender Befund: 43 Prozent der Befragten trauen keiner einzigen Partei zu, die aktuellen Probleme in Deutschland zu lösen. Das ist nicht nur eine politische Zahl – das ist ein Symptom tiefer Verunsicherung.

Und nun? Wer formt die nächste Regierung?

Die bisherigen Wunschkonstellationen geraten ins Wanken. Union und SPD kämen rechnerisch nicht mehr auf eine Mehrheit. Grünen oder Linke als Koalitionspartner? Möglich – aber schwierig. Das politische Puzzle wird komplizierter, die Optionen unübersichtlicher. Was bleibt, ist Unsicherheit.

Und genau das ist der Nährboden für radikale Kräfte.

Politischer Wendepunkt oder kurze Delle?

Wir stehen an einem Kipppunkt. Die Union verliert an Boden, Friedrich Merz an Glaubwürdigkeit – und die AfD gewinnt weiter an Stärke. Gleichzeitig wächst die Sorge um Wirtschaft, Sicherheit und internationale Stabilität.

Die Frage ist: Wer hat jetzt den Mut, neue Wege zu gehen – und das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen?

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Verwendete Quellen

  • Eigene Recherche

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